Nicht mehr lang, dann fällt der Startschuss zum 27. Gehrenberglauf des Turnvereins Markdorf (TVM) und des SÜDKURIER. Was es bis zum 6. Oktober noch zu tun gibt uns was längst erledigt ist, verrät Organisator Hubert Becker.

Alles läuft nach Plan. Entspannt können Michael Bauer (links) und Hubert Becker vom TVM dem Sportereignis am 6. Oktober entgegenblicken. Die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen.
Alles läuft nach Plan. Entspannt können Michael Bauer (links) und Hubert Becker vom TVM dem Sportereignis am 6. Oktober entgegenblicken. Die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen. | Bild: Archivbild Helga Stützenberger

Fokus soll auf sportlicher Komponente liegen

„Die Vorbereitungen laufen alle planmäßig. Die ehrenamtlichen Helfer wissen um ihre Aufgaben und freuen sich nun auf den Laufsonntag“, fasst Becker kurz zusammen. Für ihn ist es das zweite Mal, dass er die Verantwortung für diese Veranstaltung trägt. Und da er durchaus auch seine eigene Handschrift hinterlassen möchte, gab es bereits im vergangenen Jahr einige Veränderungen, wie etwa ein leicht reduzierteres Rahmenprogramm, um den Fokus klar auf die sportliche Komponente zu richten.

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150 Anmeldungen pro Lauf

Gleich geblieben freilich ist der Gedanke, die Veranstaltung so familienfreundlich wie möglich zu gestalten, kommt doch ein Großteil der Starter aus den Reihen der Kinder und Jugendlichen. „Es sind bereits über 100 Schüler für den Jugendlauf gemeldet“, berichtet Hubert Becker. Auch für den Hauptlauf seien einige Startnummern schon vergeben. Wer noch mitlaufen wolle, solle sich bald anmelden, denn die Startplätze seien begrenzt. Bei jeweils 150 Meldungen schließe das Onlineportal automatisch. „Beim Jugendlauf wird dieses Ziel wohl bald erreicht sein“, sagt Becker. Jedoch werden auf gut Glück wohl auch Nachmeldungen möglich sein, meint der Organisator, denn erfahrungsgemäß würden nicht alle Startplätze in Anspruch genommen.

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Limit liegt bei 500 Startern

Wo im vergangenen Jahr über 600 Läufer teilgenommen haben, will Becker nun in diesem Jahr endgültig ein Limit setzen. „Wir bekämen sicher auch die 1000 voll“, zeigt er sich überzeugt. Was aber weder Ziel der Veranstaltung sei, noch dem Charakter des nach wie vor heimeligen Gehrenberglaufs guttun würde. Größer werden mit dem Lauf möchten Becker und sein Team vom TV Markdorf nicht: „Im Vordergrund soll auf jeden Fall das schöne Fest stehen; außerdem wollen wir jeden Läufer persönlich ehren.“ Und das sei nur möglich, wenn das aktuelle Größenniveau gehalten werde. Andernfalls käme die Siegerehrung irgendwann einer Massenabfertigung gleich.

Noch Streckenposten gesucht

Um die Strecke abzusichern und für Sicherheit für die Läufer zu sorgen, ist eine große Mannschaft an ehrenamtlichen Helfern notwendig. „Da könnten wir zusätzlich noch zwei bis drei Streckenposten gebrauchen“, ruft Hubert Becker Freiwillige auf, sich an der Laufveranstaltung zu beteiligen. „Den Streckenposten kommt eine große Verantwortung zu“, erklärt er. Denn nur durch diese Menschen vor Ort könne auf jedes Ereignis unverzüglich reagiert und per Funk oder Handy die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden.

Lauf ist nicht zu unterschätzen

Einen Hinweis möchte Becker den Sportlern noch mit auf die Strecke geben: „Man sollte sich nicht überschätzen. Der Gehrenberglauf ist ein Crosslauf mit einem knackigen Höhenprofil.“ Eine entsprechende Grundfitness sei zwingend erforderlich, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Auch wer hin und wieder auf gerader Strecke jogge, sei mit dem Gehrenberglauf vielleicht überfordert. „Jeder Starter läuft auf eigene Verantwortung.“ Das ist Hubert Becker wichtig zu betonen. Selbstreflexion statt Selbstüberschätzung laute hier die Maxime.

Langsam kann mit dem Aufwärmen zum SÜDKURIER-TVM-Gehrenberglauf begonnen werden. Mustapha El Bakkali macht‘s vor.
Langsam kann mit dem Aufwärmen zum SÜDKURIER-TVM-Gehrenberglauf begonnen werden. Mustapha El Bakkali macht‘s vor. | Bild: Archivbild Helga Stützenberger

Um die Strecke einmal in der Gruppe zu testen, bietet der TVM zusammen mit den „Linzgau Runner“ zwei Trainingsläufe an (Termine siehe Informationsblock). Begleitet werden die Läufe von erfahrenen Sportlern, wobei jedes Tempo mitgelaufen werde, informiert Becker zu den Veranstaltungen, an denen auch Kinder und Jugendliche teilnehmen können. „Keine Angst! Hier kann jeder mithalten.“ Denn noch gilt es nicht, um Bestzeiten zu laufen, sondern es geht darum, sich selbst und seine Kondition zu prüfen.

Neues Umweltkonzept

Für die Kleinsten wird‘s ein Wermutstropfen sein, für die Großen hingegen ein Schritt in die richtige Richtung: „Es wird beim Bambinilauf keine Luftballons mehr geben“, gesteht Hubert Becker. Nicht mehr vereinbar mit dem Umweltgedanken sei dieses zwar schöne und farbenfrohe Bild. Aber man wolle eben so gut es geht auf Plastik verzichten. „Wir befinden uns auf der grünen Wiese und teilweise mitten im Wald, und entsprechend sollten wir uns hier verhalten“, ist Beckers Meinung zum neuen Umweltkonzept der Veranstaltung. Damit einhergehe auch der Verzicht auf Wegwerfplastik – höchstens Altbestände sollen dieses Mal noch aufgebraucht werden. Mehrwegsysteme und wiederverwertbare Materialien sollen in Zukunft das Bild beim Gehrenberglauf prägen.

Kreativität ist gefragt

Beim Jugendlauf wird es in diesem Jahr erstmals einen Trikot-Wettbewerb geben. „Wir wollen das Team mit den kreativsten Trikots belohnen“, erklärt Becker. Neuland für die Veranstaltung – altbewährtes Mittel, um bei Wettkämpfen den Team- und Sportsgeist zu fördern. „Mal schauen, ob‘s ankommt“, zeigt sich Becker gespannt. Noch bleibe den Jugendteams ja genügend Zeit, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.