Seit dem Schuljahr 2001/2002 gibt es in der Grundschule in Wintersulgen im Rahmen der „verlässlichen Grundschule“ ein Betreuungsangebot von 11.45 bis 13.15 Uhr. Seit September 2008 wird an Tagen mit Nachmittagsunterricht eine Betreuung angeboten und seit dem Schuljahr 2015/2016 gibt es an fünf Nachmittagen diese Möglichkeit bis 14 Uhr. Dazu kommt seit September 2008 auch ein Mittagessen, für das die Eltern zwei Euro pro Tag bezahlen müssen.

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Ab Herbst soll das Betreuungsangebot erweitert werden. Dann wird es an vier Wochentagen eine zusätzliche Möglichkeit von 14 bis 15.30 Uhr geben. Der Gemeinderat musste nun in seiner jüngsten Sitzung darüber befinden, ob das erweiterte Angebot eingeführt werden und wer es bezahlen soll. Denn ohne zusätzliches Personal geht da nichts.

Angebot wird nicht umsonst sein

„Vor 20 Jahren war die verlässliche Grundschule noch eine exotische Betreuungsform und wurde zu Beginn wenig in Anspruch genommen“, erinnerte Bürgermeister Frank Amann. Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert und der Bedarf ist da. Einigkeit herrschte im Gremium, dass das neue Angebot eingeführt wird und auch, dass es für die Eltern nicht umsonst sein soll. Schließlich müsse man mit Personalkosten von etwa 4050 Euro rechnen. Dies würden durch eine zusätzliche Personalstelle für ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis anfallen.

Eltern sollten sich für zehn Monate binden

Amanns Vorstellung war klar: „Wir sollten für das neue Angebot etwas verlangen, das bringt Verbindlichkeit.“ Zudem würde das neue Angebot auch nicht mehr bezuschusst. Die Eltern sollten sich für zehn Monate binden. Gemeinderat Michael Moser (CDU) fand den Vorschlag gut. Er hatte sich auch vorinformiert, wer denn die Kosten übernimmt, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind. Ergebnis: Das Jugendamt kann da helfen, wenn Eltern einen Antrag stellen. Auch Heinrich Stengele (Bürgerliste) war überzeugt, dass „es etwas kosten muss“. Für Burkhard Haus (Bürgerliste) handelt es sich um ein familienfreundliches Angebot. Man müsse auch das supergünstige Mittagessen von zwei Euro mit in die Überlegungen einbeziehen.

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Letztendlich stimmt das Gremium für das von der Verwaltung vorgeschlagene Gebührenmodell, das bei einer Buchung von ein bis zwei Tagen pro Woche 20 Euro im Monat vorsieht und bei drei bis vier Tagen 35 Euro. Angefangene Monate werden wie volle Monate gerechnet und bezahlt werden muss für zehn Monate, weil zwei Monate als Ferien abgezogen werden.

In diesen Fällen wird der Beitrag reduziert

Bei gleichzeitigem Besuch der flexiblen Nachmittagsbetreuung von zwei Kindern pro Familie an drei bis vier Schultagen wird der Beitrag für das zweite Kind um 50 Prozent reduziert. Bei mehr als zwei Kindern pro Familie sind das dritte und jedes weitere Kind vom Beitrag befreit.

Personalsuche nicht ganz einfach

Bürgermeister Amann machte deutlich, dass die Personalsuche nicht ganz einfach sei. Er hofft, dass er bis zum Schuljahresbeginn zwei Personen hat. „Die Eltern verlassen sich dann darauf, dass die Betreuung stattfindet. Da darf keine Krankheit dazwischen kommen“, machte Amann deutlich.