In Heiligenberg hat es mit der Kommunalwahl große Veränderungen gegeben. „Demokratie lebt vom Wandel“, betonte Bürgermeister Frank Amann in der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr. Traditionell bildet der Jahresrückblick des Rathauschefs den größten Teil der Tagesordnung. Das auch deshalb, weil es im Luftkurort keinen Neujahrsempfang gibt.

Bürgermeister Frank Amann
Bürgermeister Frank Amann | Bild: Petra Hofmann

Für Amann ist klar: „Das brauchen wir bei uns nicht.“ Die Bürger können stattdessen in die Sitzung kommen und hören, was in der Gemeinde gelaufen ist. Auch dieses Mal gab es viele Zuhörer, darunter auch die sechs ehemaligen Gemeinderäte. Bekanntlich sind von den zwölf Sitzen im Gemeindeparlament die Hälfte nun von neuen Mandatsträgern besetzt. Für die ehemaligen und die aktuellen Räte gab es Lob vom Bürgermeister für ihren Gestaltungswillen und auch dafür, „dass wir Gemeinderäte haben, die Farbe bekennen und dies auch ehrlich artikulieren“. Für das Kennenlernen des neuen Gremiums hat man bereits eine Klausurtagung abgehalten. Denn klar ist: Es ist viel gelaufen im vergangenen Jahr, aber auch das neue Jahr bringt große Herausforderungen.

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Als Meilenstein bezeichnete Amann den Verkauf des Post-Areals. „Bau und Betrieb des Areals werden unsere Gemeinde verändern“, ist der Bürgermeister überzeugt. Und das „mehr als wir uns heute vorstellen können“. Zehn Jahr hätten Gemeinderat und Verwaltung an diesem ambitionierten Projekt gearbeitet. Trotz aller Widerstände habe man das Projekt vorangetrieben. Amann betonte den hohen Stellenwert der Bürgerbeteiligung. Mehr habe man da nicht tun können.

Gibt es in Heiligenberg bald einen Nahversorger?

Eine Menge getan habe sich beim Breitbandausbau. Die Sanierung der Wasserversorgung und die Entwicklung neuer Wohnflächen habe man stets im Blick. Wenn alles klappt, dann wird Heiligenberg schon bald einen Nahversorger bekommen. „Aber auch hier erfahren wir aus der Nachbarschaft, dass einige den Stillstand lieben und Veränderungen eben nicht vor der Haustüre wollen, obwohl dies von großen Teilen der Bürgerschaft gewünscht wird“, stellte der Bürgermeister mit Bedauern fest.

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Dass in etwa drei Wochen die Sanierungen der Landesstraße L 201 beendet sein werden und die wichtige Verbindung in Richtung Bodensee wieder befahrbar sein wird, ist für Amann ein positives Zeichen. „Dass dafür die Alte Steige wieder geöffnet werden musste, hat uns einiges Kopfzerbrechen bereitet“, gab er zu bedenken. Aber das Ende sei ja nun absehbar.