Nachdem der Verwaltungshaushalt bereits beraten wurde, stand jetzt der Vermögenshaushalt für das Jahr 2019 auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Das Gesamtvolumen soll rund 2,8 Millionen Euro betragen. Der größte Batzen sind die rund 1,5 Millionen Euro für Grunderwerb. Für Bürgermeister Frank Amann ist die Vorgabe klar: „Wenn der Preis stimmt und wir an Grundstücke kommen können, dann machen wir das.“

In einer Klausurtagung hatte der Gemeinderat auch intensiv das Thema Besiedlung diskutiert. Große neue Baugebiete werden in Heiligenberg kaum möglich sein, aber die Entwicklung der Gemeinde will man genau im Auge behalten. Schon vor einigen Jahren, als man in Hattenweiler Flächen für das Gewerbegebiet gekauft hatte, war der Landschaftsverbrauch ein Thema gewesen. Die vorhandenen Flächen für Gewerbeerweiterungen und Ansiedlungen werden aber laut Amann für die nächsten zehn Jahre ausreichen.

Umlegung der Deggenhauser Aach in Echbeck

Rund 150 000 Euro wird die Umlegung der Deggenhauser Aach in Echbeck kosten. Alle anderen vorgesehenen Maßnahmen überschreiten die Grenze von 100 000 Euro nicht. Die Dachsanierung des Bauhofgebäudes wird wohl rund 45 000 Euro kosten. Sie ist dringend notwendig, denn das Dach ist undicht und muss vollständig erneuert werden. Außerdem müssen dann die ursprünglich verwendeten Eternitplatten fachgerecht entsorgt werden. Sie sind asbesthaltig. Das neue Dach soll mit Sandwich-Stahl-Dachpanelen belegt werden. Dazu kommt dann noch eine Zaunanlage am Lagerplatz Bühlen. Ausgebaut werden muss der Feldweg von Echbeck zum Kornberg.

Im Vermögenshaushalt sind dafür 70 000 Euro veranschlagt. Bewegliches Anlagevermögen muss für das Dorfgemeinschaftshaus in Wintersulgen, den Sennhof und den Bauhof angeschafft werden. Nägel mit Köpfen will man dieses Jahr beim Post-Areal machen und hat dafür 15 000 Euro in den Haushalt für die Projektentwicklung eingestellt. Um die Löschwasserversorgung zu sichern, will man 100 000 Euro in entsprechende Maßnahmen investieren.

Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe

Beschlossen hat der Rat auch die Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe Abwasserentsorgung und Wasserversorgung. Weil viele Maßnahmen anstehen, um die Leitungssysteme für die Zukunft fit zu machen, wird die Wasserversorgung einen Kredit von 115 000 Euro aufnehmen müssen. Der Schuldenstand wird dann zum Ende des Jahres 358 543 Euro betragen. „Das macht mir große Sorgen“, merkte dazu Manfred Hornstein (CDU) an. Die Verschuldung pro Kopf der Bevölkerung liege dann bei über 1000 Euro und das erscheine ihm zu hoch. Bürgermeister Amann wies darauf hin, dass die Wasserversorgung ein Eigenbetrieb ist und die Pro-Kopf-Verschuldung sich mit rund 325 Euro je Einwohner unter dem Landesdurchschnitt bewege.

Kämmerer Andreas Irmler hat nun die Aufgabe, alles nach dem geltenden Recht zusammenzustellen und bei der Sitzung am 26. Februar beschlussfähig vorzulegen. Ab 2020 wird die Kommune ihre Buchführung auf Doppik umstellen, wie es das Land fordert. Dabei handelt es sich um ein Buchungssystem, wie es aus der Privatwirtschaft bekannt ist.

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