Im September 1945 hüpfen zwei kleine Mädchen fröhlich über den Fliesenboden der ausgebrannten katholischen Kirche St. Nikolaus in Friedrichshafen. Die Szene hat der Zürcher Fotograf Werner Bischof eingefangen. Es ist eines von 35 Bildern des 1954 im Alter von 38 Jahren verstorbenen Schweizers, die derzeit in der Leica Galerie in Konstanz gezeigt werden.

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Das Foto steht sinnbildlich für die Verheerungen, die der Zweite Weltkrieg in unserer Region angerichtet hat

Die Häfler Altstadt wurde bei Luftangriffen 1944 fast komplett zerstört. Dennoch strahlen die Mädchen auf dem Bild mit ihrer Fröhlichkeit eine unglaubliche Zuversicht aus. Sie wirken beinahe wie Ikonen einer besseren Zukunft, die über die Trümmer des untergegangenen Dritten Reiches einfach „hinweg hüpfen“.

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Doch wie haben die beiden Mädchen ihre Kindheit im zerstörten Nachkriegsdeutschland tatsächlich erlebt?

Und wie ging ihr Leben danach weiter? Sind sie am See geblieben oder hat es sie hinaus in die weite Welt gezogen? All das wissen wir nicht. Magnum-Fotograf Werner Bischof hat uns keine Namen zu den Abgebildeten hinterlassen.

Deshalb braucht der SÜDKURIER Ihre Mithlife:

Erkennen Sie sich vielleicht selbst auf dem Foto wieder? Oder kennen Sie die Mädchen und wissen, was aus ihnen geworden ist?