Der Ausschuss für Planung, Bauen, Umwelt/Betriebsausschuss SE (PBU) hat am Dienstag dem Gemeinderat empfohlen, für diese Umgestaltung Vorschläge von vier Fachbüros einzuholen. Im Vorfeld soll es eine Online-Bürgerbeteiligung und einen Bürgerworkshop geben. Nach Überarbeitung durch die Büros soll mindestens ein Siegerentwurf gekürt werden. Angelehnt ist das Verfahren an das Vorgehen zur Eisenbahnstraße. Der Gemeinderat entscheidet darüber am 10. Dezember. Die Fischbacher Runde soll noch ausführlich informiert werden. Entscheidungen über konkrete bauliche Veränderungen wurden nicht getroffen.

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Umgehung soll Ende 2020 fertig werden

"Die B 31 wird Ende 2020, hoffentlich pünktlich, fertig. Dadurch wird der Stadtteil Fischbach entlastet, insbesondere vom Schwerverkehr", sagte Stefan Köhler, Erster Bürgermeister, im Ausschuss. Das gelte nicht unbedingt für den sogenannten Ziel- und Quellverkehr, also Fahrer, die in Fischbach starten oder nach Fischbach wollen. Exaktere Zahlen werden in der Vorlage nicht genannt, dort wird auf ein Sinken der Verkehrsbelastung von derzeit rund 26 500 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden auf etwa 12 800 in 24 Stunden im Jahr 2030 verwiesen. Hier ist aber noch eine Ortsumfahrung Kluftern eingerechnet.

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Bild: Orlowski, Birgit

"Uns ist es wichtig, dass wir uns frühzeitig mit dieser Sache befassen", sagte Köhler. Er verwies auf das aus seiner Sicht negative Beispiel der alten B 30 durch Weingarten nach der Freigabe des B-30-Nordbogens (2001). "Die Straße hat heute noch den Zustand wie damals. Das sollte uns nicht passieren", sagte Köhler. Dann kam das aber: Die heutige B 31-Strecke bleibe weiterhin Ausweichstrecke für die neue B 31, erläuterte der Erste Bürgermeister. Bei Unfällen, Tunnelsperrungen und irgendwann dann auch Sanierungen werde der Verkehr kurzzeitig in der heutigen Größenordnung wieder über die heutige Strecke fließen. Deshalb habe die Stadt, wenn die alte Bundesstraße an sie übergehe, weiterhin bindende Vorgaben zu erfüllen. "Ich sage das, damit der Erwartungsbogen nicht so stark gespannt wird", sagt Köhler.

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Kommt generell Tempo 30?

"Wir haben heute noch keine Lösung", sagte Klaus Sauter, Leiter des Stadtplanungsamts. Derzeit gehe es noch darum, grundsätzlich zu überlegen, in welche Richtung es gehen könnte. Unterteilt wurde Fischbach in fünf Zonen, von West nach Ost: vorgelagerte Wohnbereiche, historischer Ortsbereich, entwicklungsfähige Ortskernzone, erweiterbare Ortskernzone und vorgelagerte Bereiche (Richtung Manzell). Sauter nannte ein paar Punkte, wo die Verwaltung Handlungsbedarf sieht. So könnte an der Ortseinfahrt (Steinäcker) ein neues Wohngebiet entstehen, die Nord-Süd-Verkehrsbeziehungen könnten im Ort durch bis zu vier Kreisverkehre verbessert werden, generell Tempo 30 könnte möglich sein und das Gebiet der Ortskernzone mit der Erweiterung des Hotels Maier könnte baulich weiterentwickelt werden. Am anderen Ende (Schrebergärten, Neue Kirche, Manzeller Brücke, Freizeitgelände) hält die Verwaltung eine Verbesserung der Parksituation für erforderlich.

Heinz Tautkus (SPD) regte an, nicht nur einen Siegerentwurf zu küren, sondern sich die Möglichkeit zu erhalten, die punktuell besten Lösungen aus allen Entwürfen umzusetzen. Köhler sagte zu, dies zu prüfen. Im Frühjahr 2019 könnte vom Gemeinderat der Auslobungstext beschlossen werden.

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Abriss der Sporthalle rückt näher

Auch an anderer Stelle tut sich in Fischbach etwa: Im Januar 2019 soll die Fischbacher Sporthalle Platz für den geplanten Neubau machen. Gleich nach den Weihnachtsferien, am 7. Januar, sei geplant, mit den Stillegungs- und Räumungsarbeiten zu beginnen, teilte der Vorsitzende der Fischbacher Runde, Dietmar Nützenadel, in der Runde mit. Der Abbruch selbst solle am 14. Januar beginnen und Anfang April abgeschlossen sein. Noch im April sollen die Rohbauarbeiten starten. Vorbild für die neue Fischbacher Sporthalle ist die Drei-Feld-Halle in Ailingen, die 2017 in Betrieb genommen wurde.

Die Tage der alten Fischbacher Sporthalle sind gezählt. Im Januar rücken die Bagger an.
Die Tage der alten Fischbacher Sporthalle sind gezählt. Im Januar rücken die Bagger an. | Bild: Gisela Keller

Am 19. November hatte der Friedrichshafener Gemeinderat dem Umzug der Fischbacher Zweigstelle des Medienhauses von der Zeppelinstraße in die Neue Ortsmitte Fischbach zugestimmt. Dietmar Nützenadel informierte die Fischbacher Runde, dass der Umzug für September 2019 geplant sei. Die größere Fläche am neuen Standort, 190 statt bisher 110 Quadratmeter, ermögliche ein größeres Angebot an Medien und biete Raum für Veranstaltungen und Lesungen. Als weitere Vorteile nannte Nützenadel Barrierefreiheit und gute Parkmöglichkeiten. (gik)

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