Mehr als 21 000 Besucher beim „Festival Day“ haben am Samstag gezeigt, wie wichtig der Eurobike-Publikumstag ist. Während die einen überhaupt nicht bemerkt haben, dass diese Veranstaltung im vergangenen Jahr ausgefallen ist, haben andere den Publikumstag vermisst.

Für Silvia Benning aud Donauwörth ist das Fahrrad das wichtigste Fortbewegungsmittel überhaupt, sie hat den Eurobike-Publikumstag im vergangenen Jahr vermisst.
Für Silvia Benning aud Donauwörth ist das Fahrrad das wichtigste Fortbewegungsmittel überhaupt, sie hat den Eurobike-Publikumstag im vergangenen Jahr vermisst. | Bild: Andrea Fritz

„Als wir gesehen haben, dass der Publikumstag in diesem Jahr wieder stattfindet, haben wir unsere Tickets gleich online gebucht. Wir haben grade Urlaub und fahren dann anschließend weiter in die Berge“, sagt Silvia Benning aus Donauwörth.

Fahrrad als wichtiges Fortbewegungsmittel

Sie und ihr Mann haben vor fünf Jahren ihre ersten E-Bikes auf der Eurobike in Friedrichshafen gekauft. Seither ist das Fahrrad zum wichtigsten Fortbewegungsmittel für die Beiden geworden. Dass der spanische Aussteller, bei dem sie ihre Räder gekauft haben, in diesem Jahr nicht dabei ist, bedauern sie ein wenig. Zufrieden sind sie trotzdem, wo sonst werden der Markt und seine Neuheiten so gut abgebildet.

Weil es in und um Wangen viel bergauf und bergab geht, hat sich Karl Schneider auf der Eurobike nach einem passenden E-Bike umgesehen.
Weil es in und um Wangen viel bergauf und bergab geht, hat sich Karl Schneider auf der Eurobike nach einem passenden E-Bike umgesehen. | Bild: Andrea Fritz

Doch nicht jeder kommt mit dem überwältigenden Angebot der mehr als 1400 Aussteller gleichermaßen zurecht. „Ich hoffe, dass ich heute Abend schlauer bin. Bis jetzt fehlt mir noch der Überblick“, sagt Karl Schneider aus Wangen. Er war vor zehn Jahren das letzte Mal auf der Eurobike und jetzt würde er gerne ein „größeres“ Elektro-Bike kaufen.

Fahrrad gerne mit Elketro-Unterstützung

Karl Schneider will sich in seiner Freizeit künftig einfach nur ein bisschen mehr in der Natur bewegen und weil es in Wangen überall bergauf und bergab geht, darf dies gern mit der „Unterstützung“ eines Elektromotors geschehen. „Das Problem ist das Gewicht, ich habe ein Eigengewicht von 130 Kilo“, sagt der angehende Freizeitradler, der hofft die Nadel im Heuhaufen oder einfach ein stabiles E-Bike zu finden.

Elke und Edgar Bauer aus Stockach schauen gerne, was der Markt an Neuheiten bietet. Wenn sie nicht mehr radeln können, werden sie auf einen E-Scooter umsteigen.
Elke und Edgar Bauer aus Stockach schauen gerne, was der Markt an Neuheiten bietet. Wenn sie nicht mehr radeln können, werden sie auf einen E-Scooter umsteigen. | Bild: Andrea Fritz

Elke und Edgar Bauer haben ihre E-Bikes schon seit fünf Jahren und möchten auch nicht mehr darauf verzichten. Was das Ehepaar aus Stockach besonders interessiert, sind all die Weiterentwicklungen und Neuheiten, die es auf der Eurobike zu entdecken gibt.

E-Scooter weckt Neugier und bringt ins Grübeln

Bei den E-Scootern kommt das Ehepaar ins Grübeln. Wenn man älter wird, unsicherer und weniger wendig, dann könnte so ein Roller mit Sattel durchaus eine Alternative zum E-Bike werden, überlegen sie. „Man kann den Roller auf Radwegen und Landwirtschaftswegen nutzen, das erweitert den Mobilitätsradius ungemein“, sagt Edgar Bauer. Bis es soweit ist, bleibt das Ehepaar aber dem E-Bike treu.

Thomas und Jessica Achorner aus Ulm bevorzugen im Stadtverkehr das Fahrrad, auf der Eurobike haben sie einen Fahrradanhänger für den Nachwuchs gesucht.
Thomas und Jessica Achorner aus Ulm bevorzugen im Stadtverkehr das Fahrrad, auf der Eurobike haben sie einen Fahrradanhänger für den Nachwuchs gesucht. | Bild: Andrea Fritz

Jessica und Thomas Achorner strampeln für gewöhnlich durch die Stadt, denn sie sind in Ulm zuhause. „In der Stadt ist es auf jeden Fall angenehmer mit dem Rad“, sagen sie. Und jetzt, da sie zu dritt sind, hält das Paar nach dem passenden Fahrradanhänger für Kinder Ausschau.

Festival Day „ein riesiger Vorteil“

„Wichtig ist, dass er sicher ist und leicht“, sagt Mama Jessica, die das Gespann später für den täglichen Einkauf nutzen will. „Es ist ja eigentlich nur eine Fachausstellung. Und dass sie für die zivile Bevölkerung geöffnet wird, ist für uns ein riesiger Vorteil“, resümiert Papa Thomas noch und dann verschwindet die junge Familie wieder im Gewühle, denn was es Neues bei den Fahrrädern gibt, wollen sie natürlich auch noch sehen.

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