Selbst wenn Donald Trump nicht kommen würde, gäbe es an den Schweizer Flughäfen während des Weltwirtschaftsforums in Davos in der kommenden Woche absoluten Hochbetrieb. Nach der Zusage des US-Präsidenten zur Teilnahme wird es wohl noch voller. Ohnehin finden in Zürich-Kloten und St. Gallen-Altenrhein in dieser Zeit zusätzlich zum Normalbetrieb jeweils mehrere hundert Flugbewegungen von Geschäftsreiseflugzeugen sowie Regierungsjets statt. Der Abstellplatz wird dann knapp. Deshalb profitieren sowohl der Flughafen Friedrichshafen, als auch der Airport St. Gallen-Altenrhein vom World Economic Forum (WEF).

Anreise über Flughäfen am Bodensee

So werden am Bodensee-Airport erneut viele Dutzend Flüge in Zusammenhang mit dem WEF stehen. Im vergangenen Jahr gab es alleine 30 Landungen von Businessjets aus nordamerikanischen Destinationen wie Chicago oder dem kanadischen Calgary. Der Flughafen profitiert in Form von Lande-, Abstell- und Handlinggebühren vom Davoser Treffen. Am Nachbarflughafen St. Gallen-Altenrhein werden während des WEF rund zehn Prozent des gesamten Jahresumsatzes in nur einer Woche erwirtschaftet.

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Businessjets, die über interkontinentale Reichweite verfügen

„Wir gehen wieder von rund 100 Flugbewegungen aus“, teilt Andreas Humer-Hager, Pressesprecher am Bodensee-Airport, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Ihm zufolge werden wie in den bisherigen Jahren vor allem die gängigen Geschäftsreiseflugzeuge, die über interkontinentale Reichweite verfügen, erwartet. Was es also für Planespotter zu sehen geben wird? Als Beispiele nennt Humer-Hager die Gulfstream-Modelle G550, G650 und IV sowie Bombardier-Maschinen der Typen Global Express oder Challenger 600.

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Bleibt die Frage: Wer wird in Friedrichshafen zwischenlanden?

Und wer wird darin sitzen? US-Präsident Trump schon mal nicht. Zum WEF kommt er in der mehr als 30 Jahre alten und auf einer Boeing 747-200B basierenden „Airforce One“ und reist über Zürich an – wie fast alle Staatsgäste. Eine Ausnahme machte Bundeskanzlerin Angela Merkel im vergangenen Jahr nicht zum ersten Mal. In Begleitung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier stieg sie am Flughafen Friedrichshafen in einen Helikopter nach Davos um. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier landete auf seinem Weg zum WEF 2019 am Bodensee-Airport.

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Zu in der kommenden Woche möglicherweise direkt anreisender Prominenz ist Andreas Humer-Hager zufolge derzeit nichts bekannt. Aus Sicherheitsgründen hält man sich zu dieser Frage am Flughafen allerdings grundsätzlich bedeckt.