Das Außengelände des HSM-Sportzentrums hat bereits ein neues Gesicht bekommen. Nun stehen eine Sanierung des Gebäudeinneren sowie ein Anbau an. Drei Jahre lang hat die 15-köpfige Führungsriege der Spielvereinigung Frickingen-Altheim-Lippertsreute (F.A.L.), Abteilung Fußball die Baumaßnahme vorbereitet. Sogar einen Förderverein haben sie gegründet. Mit 150 000 Euro und jede Menge Eigenleistung wollen sich die Fußballer an der mit rund 650 000 Euro veranschlagten Gesamtmaßnahme beteiligen. Der Abteilungsleiter Alfred Keller und sein Stellvertreter Christof Keller erklären bei einem Vorort-Besuch, warum ein Um-und Anbau unerlässlich ist, was genau gebaut wird und vor allem, woher das Geld kommt.

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„Seit vielen Jahren halten wir vier aktive Mannschaften vor“, erzählt Alfred Keller. Seit sieben Jahren rangiere die erste Mannschaft in der Landesliga, zweimal habe sie sogar in der Verbandsliga mitgespielt. Weiterhin betreut die Abteilung Fußball laut Keller insgesamt 175 Kinder und Jugendliche. Alle Jugendmannschaften von Bambini bis A-Jugend seien dabei geboten. Sowohl bei den bestehenden sanitären Anlagen als auch bei den Umkleidekabinen stoßen gemäß Vorstand die Trainierenden, die Trainer und Schiedsrichter an die Kapazitätsgrenze des Clubheims. „Hinzu kommt, dass wir die Kapazität von den vorhandenen drei Sportplätzen ausschöpfen möchten“, unterstreicht Christof Keller.

Mehr Umkleide-, Wasch- und Trocken- sowie Multifunktionsräume

Wie im Technischen Ausschuss der Gemeinde bereits beschlossen, sollen zusätzlich zur Sanierung der sanitären Anlagen vier zusätzliche Umkleideräume, zwei Schiedsrichterkabinen sowie ein Wasch-und Trockenraum für gebrauchte Trikots entstehen. Ein Multifunktionsraum ist ferner geplant, der nicht nur der Spielvereinigung, sondern ebenso anderen Vereinen zur Verfügung stehen soll.

Sensationelle Teamarbeit von Spielvereinigung und Gemeinde

Träger des Umbaus ist die Gemeinde Frickingen. „Die Abteilung Fußball und die Gemeinde verbindet eine sensationelle Teamarbeit“, lobt Christof Keller das Miteinander. Die Grundgewerke würden vergeben. Die Bauplanung koordiniere F.A.L.-Ehrenmitglied Fritz Datz. Ansonsten sind gemäß Abteilungsleiter die rund 600 Abteilungsmitglieder „wie gewohnt aufgefordert, mit zu agieren.“ Bei der Gestaltung der Außenanlagen hatte ein Teil der Mitglieder mit rund 350 Stunden Eigenleistung schon Engagement bewiesen. Beim jetzt anstehenden Bauprojekt sollen Rückbau -und Aufräumarbeiten und Entsorgung von Vereinshänden getätigt werden. Der offizielle Spatenstich ist für September anvisiert.

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Ein Großteil der Finanzierung läuft über die Gemeinde. Bürgermeister Jürgen Stukle konnte in der Ratssitzung vor der Sommerpause bereits die Zusage für eine Förderung in Höhe von 162 000 Euro verkünden. F.A.L. selbst will insgesamt 150 000 Euro einbringen. 100 000 Euro an Eigenmitteln hat der Verein in den vergangenen fünf Jahren angespart. Das Geld stammt unter anderem aus Bandenwerbung und Spenden. Für das Anbauprojekt wurde extra ein Förderverein aus der Taufe gehoben.

Kredit für fehlende 50 000 Euro geplant

Für die fehlenden 50 000 Euro planen die Fußballer, einen Kredit aufzunehmen. Der soll dann über Mitgliedsbeiträge getilgt werden. Über weitere Förderer würden sich die Sportler laut Aussage von Christof Keller sehr freuen.

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