Zur Herzensangelegenheit – im wörtlichen und übertragenen Sinn – wurden die Apfelwochen am Bodensee erklärt: Beim Apfel(herz)fest am Sonntag, 22. September im Deggenhausertal soll das größte Apfelherz am Bodensee – und vielleicht darüber hinaus – gelegt werden. Über alle Aktivitäten rund um den Apfel informierten Sylvia Westermann, Geschäftsführerin der Tourist-Information Gehrenberg-Bodensee, Laura Dilger von der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DTB) sowie Vertreter beteiligter Gemeinden im Beisein der Apfelhoheiten im Rathaus Wittenhofen.

Sie sind an den Apfelwochen maßgeblich beteiligt: (vordere Reihe, von links) Bernhard Fuchs, Martina Demmer, Manuela Heinrich, Bürgermeister Fabian Mechenmoser, Apfelprinzessin Lena Bentele, Apfelkönigin Julia Heimgartner, Apfelprinzessin Franziska Grundler und Liza-Marie Schumacher, (hintere Reihe von links) Inka Gelhaar, Elisabeth Grammel, Laura Dilger, Jutta Halder, Silvia Fritz, Sylvia Westermann und Ute Stegmann.
Sie sind an den Apfelwochen maßgeblich beteiligt: (vordere Reihe, von links) Bernhard Fuchs, Martina Demmer, Manuela Heinrich, Bürgermeister Fabian Mechenmoser, Apfelprinzessin Lena Bentele, Apfelkönigin Julia Heimgartner, Apfelprinzessin Franziska Grundler und Liza-Marie Schumacher, (hintere Reihe von links) Inka Gelhaar, Elisabeth Grammel, Laura Dilger, Jutta Halder, Silvia Fritz, Sylvia Westermann und Ute Stegmann. | Bild: Christiane Keutner

„Ein Herz für den Apfel“, so lautet das diesjährige Motto und ist wörtlich zu nehmen: Auf dem Franziskusweg kurz vor der Mosterei Kopp soll ein Herz aus Äpfeln gelegt werden. Interessierte sind eingeladen, den Weg zu gehen und die besondere Veranstaltung mitzuerleben oder selbst aktiv zu werden.

Zwölf Tonnen Äpfel werden benötigt

400 Quadratmeter groß soll das Apfelherz werden. Dazu werden zehn bis zwölf Tonnen Äpfel benötigt, etwa 33 Großkisten, rund 50 000 Früchte. „Wir rechnen mit 140 pro Quadratmeter“, erklärte Sylvia Westermann. Damit das Herz leuchtet und mit dem grünen Gras kontrastiert, sollen rote Äpfel verwendet werden, voraussichtlich die Sorte Jonagold.

Wie aus Äpfeln Saft und Most wird, kann man beim Apfel(herz)fest im Deggenhausertal erleben.
Wie aus Äpfeln Saft und Most wird, kann man beim Apfel(herz)fest im Deggenhausertal erleben. | Bild: Christiane Keutner

Das Ereignis will die Tourist-Information filmisch dokumentieren: ein Spezialist mit Drohne ist bereits geordert. Zwischen 30 und 40 Leute sollen helfen, das Herz zu legen. Jeder Helfer bekommt einen Strohhut geschenkt und wird während der Arbeit verpflegt, informierten die Veranstalter weiter. Wer Interesse habe, könne sich bei der Tourist-Information melden oder einfach vorbei schauen.

Noch nicht fest steht, wie die Umrandung gestaltet werden soll, damit die Äpfel nicht den Abhang runterkullern. Die Probe im April mit Feuerwehrschläuchen war jedenfalls erfolgreich, so die Veranstalter. Die Aktion soll zwischen 13 und 14 Uhr beginnen. Von einer Strohpyramide aus sollen Besucher das Herz gut fotografieren können. Das Herz soll überdies online beim Guiness-Buch der Rekorde eingestellt werden.

Erlös geht an Schulfruchtprogramm

Die Präsentation von Modell-Heißluftballons und Lenkdrachen als „Fliegendes Gemüse“ sollen das Ganze noch bunter machen. Ein Alphorntrio wird die Aktion musikalisch untermalen. „Wir haben uns ordentlich was vorgenommen und das könnte ein spannendes Thema werden“, kündigte Westermann an. Die Äpfel werden von Kopps schlussendlich versaftet, vermostet und als „Apfelherzsaft“ verkauft; der Erlös dem Schulfruchtprogramm gespendet.

Apfel mit Birnen verglichen: Philipp Kopp von der gleichnamigen Mosterei lud schon mal zum Vorgeschmack aufs Apfel(herz)fest im Deggenhausertal. Das Fest findet am 22. September statt.
Apfel mit Birnen verglichen: Philipp Kopp von der gleichnamigen Mosterei lud schon mal zum Vorgeschmack aufs Apfel(herz)fest im Deggenhausertal. Das Fest findet am 22. September statt. | Bild: Christiane Keutner

Apfelfest rund um Rathaus und Schulhofgelände

Neben dieser besonderen Veranstaltung auf dem Feld soll das Apfelfest rund ums Rathaus (Bewirtung durch die Freiwillige Feuerwehr) und auf dem Schulhofgelände gefeiert werden. An Ständen wird es Verkostungen geben, auch ein Essen mit Mostbraten und Soße. Ein Käsbräter bietet Raclettebrote an. Waffeln, Dinnele und 50 Apfelkuchen der Landfrauen dürfen nicht fehlen.

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Viel Programm: von Hüpfburg bis Eselwanderung

Kinder dürfen sich auf einer Hüpfburg, einem Karussell oder beim Gesichterschminken vergnügen. Jugendliche und Erwachsene können E-Scooter und E-Roller ausprobieren. Örtliche Vereine und das Sterntaler-Duo sorgen an diversen Stationen für Musik, traditioneller und – bei der Grillhütte – moderner Art. Von 16 bis 18.30 Uhr können Interessierte eine Eselwanderung rund um den Höchsten buchen (Anmeldung bis 20. September).

Örtliche Vereine beteiligen sich mit Aktionen

An der Station Mosterei Kopp wird es ebenfalls Musik geben. „Wir haben alle Musikvereine im Boot“, sagte Westermann. Weiter können sich die Besucher auf die alten Traktoren der Oldtimerfreunde Deggenhausertal freuen. Der Seehaufen lädt ein, mit einer alten Saftpresse sein eigenes Getränk zu produzieren, Zauberkünstler Gradiwohlo aus Markdorf bastelt Figuren aus Luftballons, der Bund für Umwelt und Naturschutz bietet Apfelbäumchen an, es gibt Basteln mit Holz für Kinder, eine Senfmanufaktur ist vor Ort sowie der Lehenhof.

Mehr Informationen unter: www.apfelwochen-bodensee.de