Fünf Covid-19-Patienten müssen aktuell in den OSK-Häusern (Stand: 3. Dezember) in den Intensivstationen und 33 in den Allgemeinpflegestationen behandelt werden. Mit insgesamt 38 ist die Zahl der Corona-Patienten damit so hoch wie nie zuvor in den OSK-Häusern. Der bisherige Höchststand war laut einer Mitteilung der Klinik während der ersten Corona-Welle Anfang April mit 32 registriert worden.

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Vier positiv auf das Coronavirus getestete Patienten liegen auf der Intensivstation des St.-Elisabethen-Klinikums in Ravensburg. Im Westallgäu-Klinikum in Wangen gibt es einen Intensivfall. In Ravensburg liegen 17 Covid-19-Patienten auf der Normalpflegestation, in Wangen 16. In Bad Waldsee werden gemäß dem Versorgungskonzept der OSK keine Covid-19-Patienten versorgt.

Personal wird von anderen Stationen abgezogen

Am Elisabethen-Klinikum (EK) in Ravensburg wird ab Montag neben der Station A 22 auch die Station A 21 für die Aufnahme von Covid-19-Patienten vorbereitet. Um dies personell zu gewährleisten, werden Ärzte und Pflegekräfte von einer anderen Station abgezogen, heißt es im Pressetext weiter. Ab Januar sollen die Intensivbetten dort um zwei erhöht werden. Auch am Westallgäu-Klinikum laufen Vorbereitungen, die Behandlungskapazität in der Allgemeinpflege zu erhöhen.

Planbare Behandlungen teilweise verschoben

Damit ist nach Angaben des Klinikums ein Punkt erreicht, an dem die OSK aufgrund des erhöhten Personaleinsatzes für die Behandlung der Covid-19-Patienten andere Leistungsfelder einschränken muss. Da die Notfallversorgung in allen OSK-Häusern ohne Einschränkungen weiterläuft, müssen Patienten in den nächsten Wochen mit Verschiebungen bei planbaren Behandlungen rechnen, die medizinisch nicht dringlich sind.

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Am EK werden statt zehn Operationssälen ab Montag nur noch sieben betrieben, um aus dem OP-Bereich Personal für andere Bereiche abstellen zu können. „Es ist damit zu rechnen, dass etwa 30 Prozent der geplanten Ambulanzbesuche und der planbaren Behandlungen neu terminiert werden müssen. Auch am Westallgäu-Klinikum wird es Verschiebungen geben, um freie Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen“, heißt es im Pressetext.

Kurs wird auch über Weihnachtsfeiertage beibehalten

Die OSK hat bereits zu Beginn der sogenannten „zweiten Welle“ ein mehrstufiges Konzept zur Eskalation in den verschiedenen Bereichen erarbeitet. Wie darin vorgesehen, wird mit den jetzt getroffenen Maßnahmen flexibel auf das Pandemiegeschehen in Oberschwaben und im Westallgäu reagiert. Diesen Kurs werde die OSK auch in den kommenden Wochen und über die Feiertage beibehalten.

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Die seit Anfang dieser Woche am EK Ravensburg und am Krankenhaus Bad Waldsee eingesetzten Schnelltests auch für ambulante Patienten haben bislang keine positiven Testergebnisse erbracht. Der Aufwand für die OSK sei wie erwartet hoch. Allein am Montag, dem ersten Tag der kompletten Umsetzung der Teststrategie, erfolgten am EK Ravensburg rund 300 Schnelltests.

Einmal pro Woche Schnelltest für Klinikpersonal

Die am Patientenbett tätigen Beschäftigten der OSK werden weiterhin einmal pro Woche mithilfe von Schnelltests getestet. Die Zahl der OSK-Beschäftigten, die wegen der Pandemie nicht für den Dienst zur Verfügung stehen, bleibt überschaubar. Derzeit befinden sich 20 der 2800 Beschäftigten in Quarantäne, sieben wegen eines positiven Befundes und 13 als Kontaktpersonen.

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