Die Müllmenge in den Haushalten im Bodenseekreis ist im vergangenen Jahr um circa 3,5 Prozent angestiegen – auf etwa 22 400 Tonnen. Das gibt das Landratsamt Bodenseekreis auf Nachfrage des SÜDKURIER bekannt. Die Ursache für den Anstieg der Abfallmenge stehe in Verbindung mit der Corona-Pandemie. Denn: Seit Beginn der Krise habe sich das Konsumverhalten der Menschen verändert.

Mehr Sperrmüll während der Corona-Krise

Besonders die abgeholte Sperrmüllmenge ist 2020 angestiegen. Und zwar um etwa 16 Prozent auf circa 2300 Tonnen. „Der Anstieg der Sperrmüllmenge dürfte auf zusätzliche freie Zeit zurückzuführen sein, die für Entrümpelungen aufgewendet wird“, sagt Stefan Stoeßel, Leiter des Abfallwirtschaftsamtes Bodenseekreis.

Wie das Landratsamt mitteilt, ist die Corona-Pandemie ein Treiber des Abfallaufkommens.
Wie das Landratsamt mitteilt, ist die Corona-Pandemie ein Treiber des Abfallaufkommens. | Bild: Archivbild: Corinna Raupach

Auch die Menge an Bioabfall in den Haushalten ist um circa 6 Prozent auf etwa 17 400 Tonnen angestiegen, ebenso wie der Müll im Gelben Sack (um etwa 8 Prozent auf 7000 Tonnen) und die Menge an Glas (um etwa 9 Prozent auf 5500 Tonnen).

Müllmenge lässt sich nicht innerhalb einzelner Monate vergleichen

Wie sich das Verhältnis der Müllmenge durch die Corona-Pandemie in einzelnen Monaten im Vergleich zu 2019 verändert hat, sei laut Stefan Stoeßel schwierig zu bewerten. „Allein aus abfuhrtechnischen Gründen (verschiedene Anzahl an Hausmüll-Abfuhrtagen oder Biomüll-Abfuhrtagen) haben wir regelmäßig in den einzelnen Monaten teilweise größere Abweichungen nach unten oder oben, die sich über das Jahr wieder nivellieren“, erklärt er.

So könne das Abfallamt zwar feststellen, dass die Müllmengen in den Monaten des Lockdowns höher waren als in den anderen Monaten 2020, aber eine „seriöse Angabe der Mengensteigerung“ sei nicht möglich.

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