Die einzigen Masken, die die Narren in Bermatingen zur Fasnetzeit tragen werden, sind FFP2- oder OP-Masken: Die Aktivitäten an den tollen Tagen im Häs sind abgesagt. Dazu Zunftpräsident Robert „Flepp“ Müller: „Wir haben das im kleinen Rat so beschlossen. Schweren Herzens, aber es muss sein. Zum einen folgen wir den Vorgaben, zum anderen unserer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber.“

Wenn es eine Ansteckung innerhalb der Veranstaltungen gäbe, werde man nicht mehr glücklich. „Da wollten wir die Karten rechtzeitig auf den Tisch legen und niemandem etwas vormachen“, so Müller. Zumal auch die Musikkapellen und DJs rechtzeitig gebucht werden müssten. Dass die Häfler eine Woche später dasselbe entschieden, bestätigte sie. Damit greifen sie vermutlich auch dem Verband vorweg: Dieser hat seine Januar-Termine erst mal auf Februar verschoben.

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Flepp Müller bedauert, dass die närrische Impf-Kampagne „Rettet die Fasnacht“ nicht den erwünschten Erfolg gebracht habe und malt ein Bild einer Fasnet unter Hygieneauflagen: „In Veranstaltungen Redner- und Bedienermaskenpflicht. Fasnacht wird gelebt, ist greifbar, hörbar, sichtbar. Da möchte man mal jemanden in den Arm nehmen, mit jemanden Schabernack treiben, miteinander ins Gespräch kommen, das geht ja gar nicht. Aber das ist es, was Fasnacht ausmacht. Fasnacht geht nicht mit Abstand.“

Sommer- und Weinfest in Planung

Und mit den Traditionen brechen und wie die Düsseldorfer Fasnet im Mai machen? Unvorstellbar! Selbst ein Dorfumzug sei nicht machbar; man könne die Straße nicht absperren und kontrollieren, wer geimpft sei und wer nicht. Klar, die Veranstaltungen sorgten auch für Einnahmen. Auf jeden Fall solle aber das Narrenblättle entstehen; hier hoffe man auf die Treue der Sponsoren. In Planung sind Sommer- und Weinfest.

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In Ahausen sind noch keine Entscheidungen gefallen. „Den Nachtumzug haben wir von Anfang an abgesagt, den Bürgerball lassen wir uns noch offen“, sagt Chris Rid, Zunftmeister der Narrenzunft Moschtobst. Bis Anfang 2022 wolle die Vorstandschaft noch den aktuellen Stand abwarten und dann beraten.

„Jetzt schauen wir mal“, so Rid, der grundsätzlich optimistisch ist. Beim Bürgerball gebe es keine großen Kosten, das stehe und falle mit dem Programm. „Klar, irgendwann müssen wir sagen ,hopp oder topp´. Falls ja, gibt es wohl nur eine abgespeckte Version.“