Hurtig voran geht es beim Breitbandausbau in der Gemeinde durch den Zweckverband Breitband Bodensee (ZVBB), dessen Ziel es ist, eine flächendeckende Versorgung mit zukunftsfähigem und schnellstmöglichem Internet via Glasfasernetz auch in ländlichen Regionen des Bodenseekreises sicherzustellen. Bürgermeister Martin Rupp äußerte sich begeistert: „Schön, wie Sie mit Vollgas arbeiten und was Sie schon erreicht haben“, wandte er sich an Geschäftsführer Bernhard Schultes, der im April 2021 schon einmal über den Stand der Dinge berichtet hatte und nun die aktuelle Lage sowie die künftigen Ausbau- und Zeitpläne beschrieb.

Weiße und graue Flecken

Für die sogenannten weißen Flecken mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde Download erfolgt die Vergabe in diesem Monat, der Baubeginn ist im September vorgesehen. Über die Ergebnisse der Markterkundung der Grauen Flecken – mit weniger als 100 Mbit/Sekunde Download – wird im März abgestimmt; das Ausbaukonzept soll im Mai dem Gemeinderat vorgestellt und anschließend die Ausschreibung gestartet werden. In Bermatingen gibt es 280 weiße und 187 hellgraue Flecken. Ende 2023 dürften die dunkelgrauen Flecken ausgebaut werden.

Dem Zweckverband sei daran gelegen, dass die Belästigung der Anwohner während der Arbeiten möglichst gering gehalten wird, betonte Schultes. „Immer, wenn die Straße aufgemacht wird, verlegen wir unsere Leitungen. Wir stellen jede Baustelle ins Internet.“ Für die Technik, „die wichtigste Aufgabe überhaupt“, braucht es einen Netzbetreiber, auch darum kümmert sich der ZVBB. Mit der Teledata habe man einen kompetenten und regionalen Partner gefunden. Das Unternehmen werde zwölf Jahre das Netz betreiben – mit der Option einer vierjährigen Verlängerung. Geplant sei eine Veranstaltung, zu der potenzielle Neukunden eingeladen werden sollen.

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Für eine Kostenreduktion habe man alle Möglichkeiten nach Zuschüssen durchforstet und „das beste aus den Fördermitteln herausgeholt“. Allerdings werde das Material für den Ausbau der grauen Flecken 30 bis 40 Prozent teurer als geschätzt.

Bis 2024 solle der gesamte Ort über schnelles Internet verfügen, ein laut Schultes sehr sportliches Ziel. Gerade würden Adressen von Telekommunikationsunternehmen ausgewertet, um zu schauen, wie gut oder schlecht die Haushalte versorgt seien. Die Verbandsumlage hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr 10 500 Euro gekostet.