„Es ist mein Ort geworden. Deswegen war für mich schon früh klipp und klar, dass ich mich hier, und zwar nur hier, bewerbe.“ Dominik Männle zögert keine Sekunde, um zu erläutern, warum er sich für das Amt des Bürgermeisters in Uhldingen-Mühlhofen bewirbt. Seit 2015 wohnt er hier, hat im Neubaugebiet Dohle in Mühlhofen gebaut. „Deshalb liegen mir die Gemeinde, die Strukturen und die Leute sehr am Herzen. Und ich möchte hier etwas erreichen und die Gemeinde voranbringen.“

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Eine Kandidatur anderenorts könne er sich nicht vorstellen, sagt der 37-Jährige, der bereits Ende November angekündigt hatte, dass er sich als Bürgermeister von Uhldingen-Mühlhofen bewerben möchte. Gewählt wird am 22. März, Amtsinhaber Edgar Lamm tritt nicht mehr an.

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Aufgrund seines Studiums und seiner Berufserfahrung als Kämmerer bringe er beste Voraussetzungen mit, zeigt sich Männle überzeugt. Auch verfüge er über die Erfahrung einer Führungskraft. Der 37-Jährige ist derzeit Leiter der Kreiskämmerei des Bodenseekreises mit rund 30 Mitarbeitern. Dort fühlt er sich im Übrigen sehr wohl, betont Männle: „Ich würde nicht gehen, weil ich mich dort nicht wohlfühle, sondern weil ich einfach neue Herausforderungen suche und diese wahnsinnig gerne angehen würde.“ Er sieht sich „als offener und kreativer junger Mann, der richtig etwas bewegen will und nicht nur dasitzt und Däumchen dreht“.

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„Ich bin jemand, der gern anpackt“

Schon während seines Studiums habe er sich für die Tätigkeiten eines Bürgermeisters interessiert. „Ich kann gestalten. Ich bin jemand, der gern anpackt. Ich bin eher ein Schaffer als jemand, der nur am Schreibtisch hockt.“ Der Verwaltungsfachwirt bezeichnet sich als sehr kommunikativ. „Mit mir kann man reden und ich bin immer offen für etwas Neues. Ich möchte vor allem gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern den jetzt schon schönen Ort vielleicht noch etwas attraktiver machen.“

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Männle möchte Gemeindeentwicklungskonzept auf die Beine stellen

Falls er gewählt werden sollte, wolle er als erstes das als „Mühlhofer Loch“ bekannte Areal in der Ortsmitte bebauen. „Das Gebiet liegt jetzt wirklich schon zu lange brach.“ Parallel wolle er für den Gesamtort ein Gemeindeentwicklungskonzept auf die Beine stellen. Männle verweist dabei auf den in diesem Jahr auslaufenden und neu zu entwickelnden Masterplan Weltkulturerbe. Es sei wichtig, dabei alle drei Ortsteile gleichermaßen zu berücksichtigen. Dennoch genieße die Mühlhofener Ortsmitte derzeit die höchste Priorität. „Das gefällt – glaube ich – auch keinem aus Unteruhldingen“, meint er zum aktuellen Zustand.

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Lebendiges Vereinsleben als Basis für gutes Miteinander im Ort

Zum Thema altes Schul- und Rathaus in Unteruhldingen sagt er: „Da unterstütze ich gerne die Bürgergenossenschaft zum Erhalt des Hauses. Deren Gründung finde ich gut, schauen wir mal, was wir draus machen können.“ Ein lebendiges Vereinsleben hält er für die Basis für ein gutes Miteinander im Ort. „Ehrenamtliches Engagement ist sehr wichtig für mich“, sagt er. Männle war in Musikverein und Narrenzunft bereits stellvertretender Dirigent, Schriftführer, Jugendleiter, Kassenwart und Beisitzer.

Wichtig sei ihm ein bürgerorientiertes Rathaus mit einer transparenten Verwaltungsführung. Es gelte, in der Gemeindeverwaltung vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, miteinander zu reden und alle Mitarbeiter an einen Tisch zu bringen. „Natürlich in Kommunikation mit Gemeinderat und Bürgerschaft. Mir ist wichtig, die Belange der Bürgerschaft ernst zu nehmen und bei Entscheidungen einzubeziehen.“

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Bürgerveranstaltungen und aktive Kommunikation

Männle spricht sich in dem Zusammenhang für Bürgerveranstaltungen und mehr Informationen über Entscheidungen aus. „Einfach aktiv kommunizieren. Das ist das A und O. Dann fühlt sich auch die Bürgerschaft mehr mitgenommen“, sagt der 37-Jährige, der sich zurzeit darauf vorbereitet, sich den Bürgern vorzustellen.

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