In der Corona-Krise und dem unklaren Eröffnungstermin der Landesgartenschau entsteht zunehmend auch bei den Veranstaltern, die sich mit eigenen Beiträgen auf der LGS einbringen wollten, Nervosität. Nach einem Bericht auf suedkurier.de vom 2. April reagierte Oberbürgermeister Jan Zeitler am 3. April mit einer ausführlichen Darstellung des Diskussionsstandes.

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OB Zeitler, Aufsichtsratsvorsitzender der LGS GmbH: „Es gibt so viele Ideen und Überlegungen, die gerade an uns herangetragen werden. Das sind alles Überlegungen, die wir auch selber durchspielen, aber wir bitten herzlich darum, dass wir in aller Ruhe arbeiten müssen, um eine für Überlingen und die Landesgartenschau richtige und tragfähige Lösung zu erarbeiten.“ Es müssten viele Argumente gegeneinander abgewogen werden, „und es muss vieles auch mit Partnern abgestimmt werden. Einfache Entscheidungen und schnelle Lösungen gibt es nicht in der Situation, in der wir uns alle befinden.“

Seit der Entscheidung des Aufsichtsrats, die für 23. April geplante Eröffnung zu verschieben, seien viele Gespräche geführt worden, unter anderem mit der Kämmerei oder dem zuständigen Landwirtschafts-Minister Peter Hauk.

Verschiebung auf 2021 nicht ausgeschlossen

OB Zeitler weiter: „Nach wie vor gilt, dass wir uns auf den 19. April fokussieren, denn dann sind wir wieder einen Schritt weiter und spätestens dann wissen wir, welchen Handlungsspielraum uns die Behörden gewähren“. Im Pressetext wird Zeitler zitiert mit den Worten: „Natürlich gibt es auch Überlegungen, die Landesgartenschau um ein Jahr zu verschieben. Eine solche Entscheidung, die erst Aufsichtsrat und Gemeinderat am 22. April treffen könnten, gilt es aber gründlich vorzubereiten. Sobald eine Entscheidung getroffen ist, werden wir die Öffentlichkeit umfassend informieren.“

Klar ist auch: Keine Veranstaltungen bis Ende Mai

Der Aufsichtsrat hatte sich in seiner jüngsten Sitzung auf die Verschiebung der Eröffnung am 23. April festgelegt, aber noch keinen neuen Termin genannt, denn man wolle erst die Bewertung von Bund und Land abwarten. Nachdem allerdings die Geschäftsführung der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, Roland Leitner und Edith Heppeler, in Aussicht gestellt hatte (öffentlich bekannt geworden durch den SÜDKURIER-Bericht vom 2. April), dass das Team von diesem Zeitpunkt aus noch mindestens vier Wochen zur Vorbereitung brauche, habe auch festgestanden, dass bis etwa Ende Mai keine Veranstaltungen stattfinden werden.

Trotzdem viele Tickets verkauft

„Einige Veranstaltungen, die auch weiter ins Jahr reichen, wurden von den Veranstaltern aufgrund der unsicheren Lage abgesagt“, teilt LGS-Geschäftsführer Roland Leitner mit. „Busfahrten wurden teilweise storniert, teilweise aber auch für die zweite Jahreshälfte noch gebucht. Gleichzeitig verging kein Tag, an dem wir nicht Tickets verkauft hätten, sogar Dauerkarten“, so Roland Leitner. „Da sieht man, in welchem Spannungsfeld wir uns bewegen.“

Im Augenblick sei das LGS-Team nicht nur damit beschäftigt, viele Fragen zu beantworten und Veranstaltungsabsagen zu koordinieren. „Die Arbeiten auf den Baustellen laufen weiter, denn alle, vor allem wir, wollen fertig werden, ungeachtet der Entscheidungen, die getroffen werden“, so Geschäftsführerin Edith Heppeler.

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