1. Goldbach: Maßnahmen zur Entschärfung noch vor der LGS. Einer der Brennpunkte im Überlinger Radwegenetz ist die Querung auf Höhe der Einmündung Goldbach auf der Kreisstraße K 7772. Bernhard Glatthaar (ADFC): „Das funktioniert doch in keiner Richtung.“

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Die aus Richtung Sipplingen kommenden Radler müssen an dieser Stelle runter vom Geh- und Radweg und die aus Überlingen kommenden wollen rauf. Dazu sei ein gefährliches Queren der Fahrbahn nötig. OB Zeitler versprach Abhilfe durch Absenken des Bordsteins, späteres Auffahren auf den Radweg und farbige Markierungen.

Bild: Stef Manzini

2. Bahnhofstraße: Neue Markierung kommt im Herbst. Die jetzige Lage sei zwar sehr unübersichtlich, räumte Tiefbauamtsleiter Helmut Köberlein ein. Sie sei aber ein Provisorium. Geplant ist ein zwei Meter breiter Schutzstreifen für Radfahrer, den Autofahrer mitbenutzen dürfen. Auf die Nachfrage des ADFC-Chefs, warum denn als bessere Lösung kein echter Radfahrstreifen vorgesehen sei, denn hierfür reiche doch die Fahrbahnbreite aus, stimmte Zeitler dem zu. Bedenken kamen aber von Thomas Kölschbach, Abteilungsleiter Stadtplanung. Die Fahrbahnbreite werde wegen der Laster und Busse dann haarscharf.

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3. Landungsplatz: Bügel für 40 Räder im Zuge der neuen Pflastergestaltung. Da muss doch der ADFC zufrieden sein, meinte Jan Zeitler und der Kreisvorsitzende Bernhard Glatthaar stimmte dem uneingeschränkt zu. Die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder befänden sich an prominenter und richtiger Stelle. Natürlich würden angesichts des ständig steigenden Radverkehrs diese 40 Abstell- und Anschließmöglichkeiten nicht ausreichen, aber die Bügel seien formschön und vor allem zweckmäßig, so Glatthaar. Diese Konstruktionen sollen vermehrt im Innenstadtbereich aufgestellt werden, versprach Tiefbauamtsleiter Helmut Köberlein.

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4. Hafenstraße: Hier entsteht der neue Schutzstreifen für den gegenläufigen Radverkehr. Dieses Konzept überzeugt den ADFC nicht und Bernhard Glatthaar äußerste einige Bedenken. Vom Kreisverkehr Post aus kommend, sollen die Radler auf Höhe der Kurve bei der Wasserschutzpolizei durch Markierungen und ein Schutzgeländer daran gehindert werden, zu schnell in die Hafenstraße einzufahren, erklärte Tiefbauamtsleiter Helmut Köberlein. Ebenfalls geplant ist eine Fahrradampel für die Marktstraße. „Damit beginnen wir jetzt mal und machen dann in der Kessenringstraße weiter“, sagte OB Jan Zeitler.

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5. Auerbuckel: Schutzstreifen im Zuge der neuen Fahrbahngestaltung aufgetragen. Der neue Schutzstreifen, das heißt ein Streifen für die Radfahrer, auf dem auch Autos fahren dürfen, ist kein Fahrradweg, der ausschließlich Fahrrädern vorbehalten ist. Wenn die Straßenbreite für zwei Schutzstreifen nicht ausreichend ist, wie am Auerbuckel, dann wird der Schutzstreifen immer für den bergauffahrenden Radverkehr eingerichtet, erklärte Bernhard Glatthaar vom ADFC. Autofahrer sollten aber auch darauf achten, den Radler auf dem Schutzstreifen nicht zu bedrängen, so Irene Alpes vom ADFC-Ortsverband Überlingen.

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6. Hägerstraße, Ecke Owingerstraße: Geplant ist ein Kreisel an der Ecke Hägerstraße und weiterführend ein kombinierter Fuß- und Radweg stadtauswärts Richtung Kogenbach. Diese Ecke sei seit langer Zeit eine Dauerbaustelle und der Straßenbelag gleiche Kraut und Rüben, sagte Oberbürgermeister Zeitler. Hier müsse die Stadt die Straße komplett neu herstellen, das heißt samt Unterbau, da es sich bei der jetzigen Version nur um eine Baustraße handele, erklärte der Leiter des Tiefbauamtes Helmut Köberlein. Als Termin für diese Maßnahme nannte der Oberbürgermeister recht bald nach der Landesgartenschau.

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7. Owinger Straße, Ecke Max-Bommer-Weg: An der Owinger Straße soll ab 2021 ein Fuß-/Radweg entstehen, um die Situation durch die parkenden Fahrzeuge an der Straße für die Radfahrer zu entschärfen. Hier staunte Oberbürgermeister Jan Zeitler nicht schlecht, als von Bernhard Glatthaar ein dickes Veto eingeworfen wurde. Das sei sehr gefährlich, auch wegen der Grundstückseinfahrten. Irene Alpes von der ADFC-Ortsgruppe Überlingen erwiderte: „Dennoch ist es mehr Sicherheit für uns Radler und darüber bin ich froh.“ Zeitler zeigte sich verwirrt ob Glatthaars Kritik und vertrat die Meinung von Irene Alpes.

8. Burgbergkreisel, Lippertsreuter Straße: Überlingen prüft, aber zuständig ist das Landratsamt Friedrichshafen. Die gefährliche Situation beim Kreisverkehr Burgberg sei unverändert, bemängelte Bernhard Glatthaar. Seit 2016 würden Möglichkeiten diskutiert und der Wunsch des LRA sei es, die Radfahrer auf der Straße zu führen, so Köberlein. Dann kämen sie direkt in den Kreisverkehr. Die Konfusion der Radfahrer, die am Ende des Radwegs vor dem Zebrastreifen stehen, erkannte OB Zeitler. Er versprach: „Wir überlegen uns was.“ Die Stadt verspreche sich aber durch den neuen Radweg „Weierhalde“ eine Entlastung des Burgbergkreisels.

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9. Lippertsreuter Straße: Auch hier ist das LRA Friedrichshafen zuständig. Die gefährliche Situation des – bei gegenläufigem Verkehr – sehr schmalen Wegs, der zudem von einer scharfkantigen Leitplanke begrenzt wird, ist dem ADFC-Kreisvorsitzenden ein Dorn im Auge. Seit drei Jahren werde diskutiert und der Wunsch des LRA sei es, die Radfahrer auf der Straße zu führen, so Tiefbauamtsleiter Köberlein. Die unbefriedigende Situation erkannte auch OB Zeitler: „Wir überlegen uns hier was.“ Den Weg nutzen auch Fußgänger, Konfrontationen seien unvermeidlich und es sei ein Wunder, dass nicht schon mehr passiert sei, so der ADFC.

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10. Wiestorstraße, Höhe ZOB: Die Maßnahme einer roten Markierung und der Weiterführung für den Schutzstreifen werden geprüft. Der Radschutzstreifen endet kurz vor dem Parkhaus Stadtmitte und auch durch die einbiegenden Fahrzeuge zum Parkhaus sei diese Situation sehr gefährlich, so Irene Alpes und Bernhard Glatthaar einhellig. Auch dem Überlinger Oberbürgermeister war nicht klar, warum der Schutzstreifen überhaupt dort endet. Der Streifen sollte an dieser Stelle rot sein, um erhöhte Aufmerksamkeit zu signalisieren, und weitergeführt werden. Er lasse das überprüfen, versprach Jan Zeitler.

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