Sie sind zwischen 16 und 19 Jahren jung und dürfen sich schon deutscher Vizemeister nennen: Die fünf Hip-Hop-Tänzerinnen des Team Tyga von der Tanzschule Päsler in Überlingen, die aufgrund dieses Erfolgs für die Mannschaft des Jahres nominiert sind. Derzeit trainiert das Quintett kräftig für die im Juni stattfindenden süddeutschen Meisterschaften in Bad Urach, um dort seinen Titel zum zweiten Mal zu verteidigen. Im Juli 2015 waren sie auf Anhieb süddeutscher Meister in der höchsten Wertungsklasse, der Meisterreihe, geworden. Im Vorjahr wiederholten sie den Erfolg – bei rund 3000 angetretenen Tänzerinnen und Tänzern.

 
 

„Hip-Hop ist lässig. Man kann viel mehr machen“, gibt Noelle Sommer aus Uhldingen-Mühlhofen als Grund an, warum sie lieber diese Musikrichtung mit den Wurzeln in der schwarzen Funk- und Soul Musik anstelle von Ballett tanzt. Für Annabelle Wotschel aus Überlingen ist es schön, dass man sich in der Musik ausleben kann. „Man hat zwar bestimmte Regeln, aber die sind wieder veränderbar. Wir können das so verändern, wie wir wollen“, sagt die 16-Jährige. Miriam Brombacher, mit 19 Jahren die älteste des Quintetts, hebt die Musik an sich hervor, sie sei „das Größte und das Beste“. Die Musik sucht Trainer Daniel Klein aus, der die Wettkampfmannschaft seit Juli 2015 trainiert. Er macht darauf aufmerksam, dass seine Schützlinge in ihrer Kategorie zum einen aber auf jede Musik, zum anderen ihre Choreografie zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten tanzen können müssten. In den Small Groups stünden neben dem tänzerischen und technischen Niveau das Umsetzen der vorgegebenen Musik, der Ausdruck sowie die Synchronität der Gruppe im Vordergrund.

Den Ablauf einer Wettkampfveranstaltung beschreibt er wie folgt: „Wir wissen das Lied vorher nicht. Wir machen die Choreografie vorher und zählen von eins bis acht durch. Wir stellen uns als Gruppe auf, das Lied beginnt und dann müssen wir darauf tanzen. Wenn wir eingezählt haben mit fünf, sechs, sieben, acht, geht’s direkt los und es wird solange getanzt, bis die Musik ausgeht“, sagt er.

Technisch hätten sich die fünf Mädchen in den zurückliegenden Monaten sehr stark gesteigert, sagt Holger Päsler, Inhaber der Tanzschule. Es gäbe immer wieder neue Tanzschritte, im Hip-Hop „Moves“ genannt. Daniel achte als Trainer sehr genau drauf, dass die Schritte einfach nicht nur getanzt würden, sondern dass sie technisch auch korrekt seien. Päsler: „Durch eine gute Technik qualifizieren wir uns in der Regel weiter nach vorne.“ Früher habe die Choreografie so ausgesehen, dass bei den Tänzen „single time“ vorgeherrscht habe. „Das heißt, auf jeden Beat-Schlag kam eine Bewegung“, so Päsler. Mittlerweile habe man aber umgestellt auf „double time“, was bedeute, dass die Mädchen in der gleichen Zeit doppelt so viel Bewegung hätten. „Sie haben sich eine sehr hohe Schnelligkeit angeeignet, worauf man nur stolz sein kann“, sagt er und hebt den tollen Zusammenhalt in der Gruppe hervor. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Alle Tänzerinnen seien sofort da, wenn es gelte, einen Auftritt zu absolvieren. Die kommen immer an und sagen, wir stehen da und geben Gas. Da bin ich stolz drauf. Eine tolle Truppe“, sagt Päsler. Diesen Teamgeist unterstreicht auch Noelle Sommer. „Ich finde es cool, dass wir uns untereinander besser kennenlernen. Wir können uns gegenseitig vertrauen und haben alle das gleiche Ziel: uns immer wieder zu steigern. Es ist so wie eine zweite Familie und immer schön“, sagt die 16-Jährige.

Jeden Samstag trainieren die fünf Tänzerinnen in der Tanzschule eineinhalb Stunden lang, aber auch privat zuhause vor dem Spiegel wird getanzt. Dazu kommt noch das offene Training montags und donnerstags; vor einem Wettbewerb werden die Trainingseinheiten noch einmal gesteigert. „Vor den Meisterschaften wird’s brenzlig“, drückt es Miriam Brombacher aus. Spätestens im Juni ist es wieder soweit, denn dann will das Team bei den süddeutschen Meisterschaften in Bad Urach ihren Titel verteidigen. Damit würden sich die fünf Tänzerinnen automatisch für die deutsche Meisterschaft im September qualifizieren.

Team Tyga

Das Team: Die fünf Hip-Hop-Tänzerinnen des Team Tyga von der Tanzschule Päsler in Überlingen schafften in der Kategorie „Small Groups“ als süddeutscher Meister den Sprung zur deutschen Meisterschaft. Dort lief es ähnlich gut. Das Quintett um Trainer Daniel Klein schaffte den Sprung auf das Podest und wurde Vize-Meister. Mannschaftsteilnehmer sind Miriam Brombacher, Debora Herberg, Lina Sindlinger, Noelle Sommer und Annabelle Wotschel.

Die Wahl: Die Leser des SÜDKURIER können bis Samstag, 25. Februar, ihre Stimme für die Sportlerwahl abgeben. Dazu müssen Sie nur zum Handy oder Telefon greifen und die Nummer 0 13 79/37 05 00 wählen. Entscheidend ist dann, dass Sie folgende Endziffern für die jeweiligen Kandidaten anhängen: Mannschaft des Jahres: Racing-Team vom Segel- und Motorbootclub Überlingen: -51, Team Tyga von der Tanzschule Päsler: -52, Sportler des Jahres: Ramon Kübler (Muay Thai Gym Mendez): -53, Hubert Merkelbach (Bodensee-Yacht-Club Überlingen): –54, Johanna Siebler (Leichtathletik-Club Überlingen) -55. Ein Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 50 Cent, Mobilfunk kann abweichen. Anzugeben ist neben Namen und Adresse das Stichwort „Sportlerwahl“. Die Abstimmung ist auch möglich mit dem am 28. Januar veröffentlichten Coupon, unter der E-Mail-Adresse ueberlingen.redaktion@suedkurier.de oder im Internet: www.suedkurier.de/sportlerwahl-ueberlingen oder www.facebook.com/sportlerehrung

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