Der Name "Südlich Härlen" steht für eine städtebauliche Erweiterung, die westlich vom Krankenhaus entstehen und eine neue Verbindung zum Salem International College herstellen soll. Wie das aussehen könnte, haben jetzt vier Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsplanern entwickelt, die auf Einladung der Stadt an einer sogenannten Planungskonkurrenz teilgenommen hatten.

Besondere topografische Gegebenheiten

Zu den Aufgaben gehörte es auch, die Bebauung den besonderen topografischen Gegebenheiten und der "wertvollen Drumlin-Landschaft" anzupassen. Als Drumlin bezeichnet man die für die Region typischen länglichen Hügel eiszeitlichen Ursprungs.

Das im Rathausfoyer ausgestellte Modell zeigt die Verteilung von Gebäuden und Grünflächen. Vorne ist das zweiteilige Pflegezentrum zu sehen.
Das im Rathausfoyer ausgestellte Modell zeigt die Verteilung von Gebäuden und Grünflächen. Vorne ist das zweiteilige Pflegezentrum zu sehen. | Bild: Sabine Busse

Im Ausschuss Bau, Umwelt und Forst stellte Thomas Kölschbach, Leiter der Abteilung Stadtplanung, das Ergebnis und den Siegerentwurf vor. Von den fünf Büros haben vier Entwürfe abgegeben, die laut Kölschbach relativ ähnlich ausfielen. So hätten der Erst- und Zweitplatzierte in der Bewertung nur knapp auseinandergelegen.

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Das Rennen machten die freien Architekten Hähnig und Gemmeke aus Tübingen zusammen mit der Planstatt Senner aus Überlingen. Die Kommission, die sich aus externen Gutachtern, Gemeinderäten sowie Vertretern der Stadtverwaltung zusammensetzte, bewertete anonymisierte Entwürfe. Die wesentlichen Pluspunkte des Siegermodells fasste Kölschbach so zusammen: "Er hat eine hohe städtebauliche Qualität und schafft Wohnraum für 394 Menschen bei einem gleichzeitigen hohen Grünflächenanteil." So viele Bewohner hätte sonst keiner untergebracht.

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Wie vorgegeben könne der Verkehr das Areal ausschließlich über den Härlenweg beziehungsweise die Kurt-Hahn Straße anfahren. Für Fußgänger gebe es weitere Möglichkeiten. Das Quartier gliedert sich in drei durch Grünfugen getrennte Baufelder: Das erste ist das kompakte Pflegezentrum mit einem separaten Gebäude mit Wohnungen für die Pflegekräfte.

Das im Rathausfoyer ausgestellte Modell zeigt die Verteilung von Gebäuden und Grünflächen.
Das im Rathausfoyer ausgestellte Modell zeigt die Verteilung von Gebäuden und Grünflächen. | Bild: Sabine Busse

Die beiden anderen sehen ein Mehrgenerationenhaus sowie verschiedene Ein- und Mehrfamilienhäuser vor. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden soll das Spektrum vom geförderten Wohnungsbau bis zum Eigentum und vom Appartement bis zur Fünf-Zimmer-Wohnung reichen. Auch für Senioren und Menschen mit Behinderungen sind barrierefreie Angebote geplant.

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Als kontrovers diskutierten Punkt bei der Bewertung der Entwürfe, nannte Thomas Kölschbach die vier am westlichen Siedlungsrand gelegenen Gebäude. "Ob die wirklich viergeschossig werden, muss die genaue spätere Planung zeigen." Die Ausschussmitglieder verschafften sich einen ersten Eindruck und diskutierten die vorgestellten Pläne nicht inhaltlich. Es gab lediglich allgemeine Fragen, wie zum Beispiel zu den Parkplätzen. Darauf führte Baubürgermeister Matthias Längin aus, dass wie vorgeschrieben pro Wohneinheit 1,5 Stellplätze vorgesehen seien. Neben überirdischen Parkplätzen seien auch Gemeinschaftstiefgaragen geplant.

Das im Rathausfoyer ausgestellte Modell zeigt die Verteilung von Gebäuden und Grünflächen.
Das im Rathausfoyer ausgestellte Modell zeigt die Verteilung von Gebäuden und Grünflächen. | Bild: Sabine Busse

Dazu lobte er die Aufteilung, die Wegführung und die Aufenthaltsqualität dank der großzügigen Freiflächen. "Der Entwurf bietet bei der höchsten Einwohnerdichte viel Grünflächen und einen geringen Anteil an Erschließungsanlagen."