In einem sind sich unsere Lesereporter einig: Ist das Bildmotiv richtig gewählt, kann fast nichts mehr schief gehen. Wir haben Hilfestellungen für das perfekte Foto gesammelt. Dazu gibt es besonders schöne herbstliche Aufnahmen aus Überlingen und Umgebung.

  • Bildausschnitt wichtiger als Qualität der Kamera: Wenn die Bildkomposition und die Gewichtung des Motives stimmen, braucht es keine Digitalkamera. Dieser Meinung ist Lesereporter Andreas Blum. Sein Foto zeigt das Meersburger Ufer und den Bodensee von der Fähre aus.
Bild 1: Leser geben Tipps: So gelingen schöne Herbstfotos mit der Kamera und dem Handy
Bild: Andreas Blum


Andreas Blum fotografiert mit dem IPhone. „Mir persönlich reichen die Bilder der Handykamera, denn die Qualität ist schon sehr gut.“ Wichtiger sei es, den richtigen Bildausschnitt zu wählen. Der Hobbyfotograf rät: „Unabhängig von der Kamera sollte man offen für Motive sein.“

  • 360-Grad-Panorama: Fotograf Achim Mende ist für seine Bilder aus dieser besonderen Perspektive bekannt. Hier fotografierte er die Weinlese in den Hagnauer Reben mit einem sogenannten „unsichtbaren Selfiestick“.
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Bild: Achim Mende

„Den Kleine-Erde-Effekt erzielt man nachträglich durch den entsprechenden Projektionsmodus beim Rendern“, erklärt Mende. Sein Tipp für ein stimmungsvolles Herbstbild: die tiefstehende Sonne nutzen, um die Atmosphäre einzufangen. Das Ergebnis sind „tolle Kontraste“, wie bei Mendes Bildern in den Weinreben.

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Bild 3: Leser geben Tipps: So gelingen schöne Herbstfotos mit der Kamera und dem Handy
Bild: Achim Mende
  • Vordergrund ist wichtig: Für Barbara Zickler hat das Handy im Vergleich zur Digitalkamera einen klaren Vorteil: Es ist immer dabei. „Auch auf beruflichen Reisen mache ich mittlerweile alle Fotos nur noch mit dem Handy“, erzählt die Lesereporterin.
Bild 4: Leser geben Tipps: So gelingen schöne Herbstfotos mit der Kamera und dem Handy
Bild: Barbara Zickler

Zicklers Foto ist mit dem IPhone XS entstanden und zeigt den Bodensee vom Landungsplatz in Überlingen. Ihr Tipp für Landschaftsaufnahmen: „Vordergrund macht Bild gesund.“

  • Bei Aufnahmen aus der Luft auf Gesetze achten: „Die schönste Kamera nützt nichts, wenn man sie nicht dabei hat“, findet Hobbyfotograf Peter Pflug. Sein Foto zeigt den in grünen Farben getauchten Schlosssee in Salem und wurde mit einer Drohne aus der Luft aufgenommen.
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Bild: Peter Pflug

„Wer sich für Flugaufnahmen interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Fliegen mit einer Drohne sehr einschränkenden Vorschriften unterliegt, Verstöße können teuer werden“, warnt Pflug.

  • Bei genügend Licht ist Handy eine gute Option: „Das Wichtigste beim Fotografieren ist für mich – unabhängig von der Kameraausrüstung – die Fähigkeit, sich das fertige Foto im Kopf vorzustellen“, sagt Lesereporterin Reinhold Köfer aus Markdorf. Diese Gabe verfestige sich, je häufiger man fotografiere. Köfer besitzt drei Kameras. Das Foto von der Wilhelmshöhe oberhalb von Hagnau hat sie mit ihrer Canon 600 D aufgenommen.
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Bild: Reinhold Köfer

„Wie die meisten Mitmenschen fotografiere ich natürlich auch mit dem Smartphone“, erzählt Köfer. Sind die Lichtverhältnisse gut, seien auch mit dem Handy gute Ergebnisse möglich. „Mir persönlich macht das Fotografieren aber erst dann richtig Spaß, wenn ich eine Spiegelreflex- oder Systemkamera in den Händen halte.“

  • Das Besondere im Bild suchen: „Mich muss ein Anblick in der Seele berühren. Dann mache ich ein Bild“, erzählt Sylvelin Dawes. Meistens benutzt sie zum Fotografieren ihr Handy, ein Samsung Galaxy S 8. Auch bei einem Herbstspaziergang im Aachtobel, wo dieses Foto entstanden ist. „Oft macht mein Handy schönere Bilder als meine Kamera„, findet Dawes.
Bild 7: Leser geben Tipps: So gelingen schöne Herbstfotos mit der Kamera und dem Handy
Bild: Sylvelin Dawes
  • Mit etwas Glück und Gespür gelingt ein gutes Foto: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – nach diesem Motto entstehen die Fotos von Rentner Josef Buser aus Überlingen. „Auch genügend Zeit gehört dazu, speziell bei Tieraufnahmen“, erzählt der Hobbyfotograf. Für sein herbstliches Foto in den Reben bei der Birnau hat Buser die Spiegelreflexkamera Pentax-K70 benutzt.
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Bild: Josef Buser

„Durchleuchtete Gegenlichtaufnahmen erzeugen besondere Stimmungen, vor allem bei Motiven in unserer vielfältigen Bodenseelandschaft“, findet Josef Buser.

  • Perspektiven wechseln: „Ich bevorzuge Motive aus der unmittelbaren Nachbarschaft“, erzählt Hobbyfotograf Lothar Biel. Am liebsten benutzt Biel die Teleeinstellung seiner Digitalkamera Sony HX 60. Das Foto von der Meersburger Haltnau hat er gemacht, um „den beginnenden Herbst“ abzubilden.
Bild 9: Leser geben Tipps: So gelingen schöne Herbstfotos mit der Kamera und dem Handy
Bild: Lothar Biel

Für Biel ist die Suche nach dem richtigen Motiv wichtiger als die Kamera. Seine Tipps: „Verschiedene Perspektiven ausprobieren, nicht immer die Automatik einsetzen, sondern manuell mit Schärfe sowie Licht spielen und schließlich den Mut haben, maximal zwei Prozent der Fotos aufzubewahren.“

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  • Sportmodus der Kamera fängt Bewegungen ein: „Meistens fotografiere ich im manuellen Modus“, erzählt Lesereporterin Agi Müller. Für das Foto der Stare im Baum hat die Meersburgerin die Sporteinstellung der Kamera Sony RX10M3 gewählt. „So schnell, wie die Vögel fliegen, ist diese Einstellung für mich am besten“, sagt Müller.
Bild 10: Leser geben Tipps: So gelingen schöne Herbstfotos mit der Kamera und dem Handy
Bild: Agi Müller

„Mit meinem Handy fotografiere ich nur, wenn ich mal keine Kamera dabei habe“, sagt Agi Müller. Sie verlässt sich beim Fotografieren hauptsächlich auf ihre Augen.

  • Farben gut abstimmen: Bei herbstlichen Landschaftsaufnahmen achtet Lesereporter Bernhard Waurick auf eine ausgeglichene Komposition der Farben. Sein Bild ist von der Birnau aus mit der Kamera Olympus ZX-1 entstanden.
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Bild: Bernhard Waurick

„Nicht das Handy macht das gute Foto, sondern derjenige, der auf den Auslöser drückt“, ist Bernhard Wauricks Meinung.