Oberbürgermeister Jan Zeitler gab bekannt, dass Baubürgermeister Matthias Längin die Auftragsvergabe per Eilentscheidung in der Ferienzeit vergeben habe. Der Ansatz aus der Kostenberechnung für das Gewerk Rohbau habe bei 3,3 Millionen Euro brutto gelegen, erläuterte nun Längin, im Ergebnis soll es nun 4,9 Millionen Euro kosten.

Zwar hätten elf Firmen das Leistungsverzeichnis angefordert, doch nur zwei davon hätten ein Angebot abgegeben. Die Vergabesumme betrage nun 4,9 Millionen Euro brutto, also rund 1,6 Millionen Euro mehr als vorausberechnet, der zweite Bieter habe weitere 69 000 Euro darüber gelegen.

„Wir haben alle Positionen überprüft“, erklärte der Baubürgermeister. Doch seien sich alle Beteiligten einig gewesen, dass eine erneute Ausschreibung kein besseres Ergebnis erwarten lasse. Auf die nächste Ratssitzung für einen Beschluss der Vergabe, habe die Verwaltung nicht warten wollen, da sie sonst mit einer neunmonatigen Bauverzögerung hätte rechnen müssen.

Nach Gesprächen mit der Rohbaufirma hätten sich mittlerweile Einsparmöglichkeiten von 200 000 Euro bei der Schalungstechnik herausgestellt. „Aufgrund der stark angespannten Auftragslage im Baugewerbe ist der Wettbewerb mit zahlreichen Vergleichsangeboten derzeit sehr eingeschränkt“, erläuterte die Verwaltung auf Nachfrage: „Die Firmen erstellen teils deutlich über den Marktpreisen liegende Angebote. Eine Angebotsabgabe erfolgt in der Regel nur noch, sofern optimale Bedingungen wie zum Beispiel gute Erreichbarkeit der Baustelle, vorliegen.“

Beim symbolischen ersten Spatenstich zum Baubeginn der neuen Sporthalle am 21. September bezifferte OB Zeitler die Gesamtkosten mit 21,2 Millionen Euro. Von steigenden Baukosten war bei seiner Festansprache nicht die Rede.