Auf der Landesgartenschau werden Blumenliebhaber und Touristen auf ihre Kosten kommen. Aber welche Projekte und Veranstaltungen sind für die einheimische Jugend geplant? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, hatte der Jugendgemeinderat einen Vertreter der Landesgartenschau Überlingen 2020 eingeladen.

„Lazy Friday“ für Schüler jeden letzten Freitag im Monat

Annette Stoll-Zeitler, die für Ausstellungen, Betrieb und Veranstaltungen zuständig ist, betonte, die Schau sei für alle Altersgruppen konzipiert. Zu den von ihr aufgelisteten Beispielen zählten die Workout-Station mit Barren, Hangelstangen und Sprossenwand sowie die Jugendlounge. Die hat die Katholische Jugend Überlingen im Rahmen der 72-Stunden Aktion im Uferpark inklusive Sitzmöbel, Graffitiwand und Pavillon eingerichtet. Auch eine Beach-Bar wird es geben. Dort soll an jedem letzten Freitag im Monat der „Lazy Friday“ für Schüler stattfinden. Annette Stoll-Zeitler ermunterte die Jugendlichen, das Programm für diese Termine mitzugestalten. Sie könnten selber Musik auflegen oder zum Beispiel lokale Bands einladen.

Schwimmende Seebühne mit professioneller Technik

Ein weiterer Höhepunkt wird die auf Pontons schwimmende Seebühne. Laut Annette Stoll-Zeitler wird sie mit einer Nutzfläche von 24 mal 15 Metern und professioneller Bühnentechnik eine Plattform für unterschiedliche Formate, vom Einzelkünstler bis zum Chor oder Orchester. Um allen Altersgruppen gerecht zu werden, sollen dort verschiedenen Genres zu sehen sein. Zusammen mit dem SWR wären sie dabei, diverse Veranstaltungen zu planen. Angefragt sei beispielsweise die Schweizer Stand-up-Comedian Hazel Brugger. Der Vorschlag wurde mit viel Begeisterung von den jungen Räten aufgenommen.

Poetry-Slammer Marvin Suckut unterstützt die Organisatoren

Ende Mai 2020 soll der erste von drei Poetry-Slam-Abenden stattfinden. Marvin Suckut, erfolgreicher Slammer aus Konstanz, wird bei der Organisation unterstützend tätig werden. Der Künstler ist vielen noch von seinem Auftritt im Noltes-Theater in Erinnerung. Den Poetry-Slam vor den Wahlen hatte der Jugendgemeinderat organisiert. Auf die Frage, ob sie sich auch bei der Programmgestaltung auf der Seebühne einbringen könnten, antwortete Annette Stoll-Zeitler „Liebend gern!“. Sie wären dankbar für Vorschläge und Ideen der Zielgruppe, je konkreter desto besser, schließlich gelte es, 26 Wochenenden mit Programm zu füllen.

Für treue Jugendlounge-Besucher rechnet sich eine Dauerkarte

Einen Dämpfer bekam die Begeisterung, als es um die Eintrittspreise ging. Da alle Veranstaltungen auf dem eingezäunten Gelände der Landesgartenschau stattfinden werden, ist der Zugang nur mit einer Eintrittskarte möglich – auch wenn die Besucher nur abends zur Beach-Bar wollen. Die Preise seien beschlossene Sache, so Stoll-Zeitler, inklusive der Ermäßigungen für Schüler, die sie mit einem Besuch im Kino vergleichbar findet. Dazu wären die Dauerkarten ein erschwingliches Angebot. Das Gremium gab ihr noch eine Anfrage an die Gastronomie-Betreiber mit auf den Weg: Sie soll ausloten, ob es an der Beach-Bar Ermäßigungen für Schüler und Azubis geben könne.