Die Bedenken von Anwohnern und Gemeinderatsmitgliedern, dass die geplante Laserklinik nahe des Helios-Spitals die Helikopterlandestelle gefährden könnte, hatte den SÜDKURIER veranlasst, nachzufragen und die Bedeutung der Landestelle für Spital und Stadt generell zu beleuchten. Das schlug offenbar Wellen und sorgte für „öffentliche Irritationen mitten im laufenden Bebauungsplanverfahren der geplanten neuen Laserklinik„, wie der Bauherr Martin Braun sagt.

Braun: Sachverständiger sieht keine Beeinflussung für Flugbetrieb

Er habe seinerseits einen Überlinger Hubschraubersachverständigen zurate gezogen, um die konfliktfreie Verträglichkeit des Hubschrauberbetriebes im Zusammenhang mit den Planungen prüfen zu lassen. Martin Braun sagt: „Zusammenfassend kann von mir und von diesem versierten Sachverständigen, der von mir konsultiert wurde, gesagt werden, dass der Flugbetrieb des Helios-Hubschrauberlandeplatzes durch den Baukörper der Laserklinik bei Tag und Nacht in keinster Weise negativ beziehungsweise überhaupt beeinflusst wird.“

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Hohe Baumgruppen als „hauptsächliche Luftfahrthindernisse“

Viele Zeichnungen, Berechnungen und Analysen bringt Martin Braun zum Gesprächstermin mit. Bis tief in die Nacht sitze er diese Tage am Schreibtisch, erzählt er, um genau darzustellen, welche Relevanz der geplante Neubau bezüglich Höhen, Entfernungen, Einflugschneisen und Ähnlichem habe. Dabei kommt er zu dem Ergebnis: „Die hauptsächlichen Luftfahrthindernisse, die für An- und Abflug der Hubschrauber relevant sind, sind die hohen Baumgruppen, die die Hubschrauberlandestelle umgeben.“

Laserklinik wäre über 100 Meter von Hubschrauberlandestelle entfernt

Auch die Bäume, die das geplante Gebäude umgeben, seien um sieben bis acht Meter höher als das Gebäude selbst. „Und diese stellten bislang auch keine Störung für den Flugbetrieb dar, ebenso wie die hohen Kräne, die das Helios während der letzten Bauphase umgaben, oder wie der hohe Kran, der jetzt in der Schreibersbildstraße steht, halb so weit weg vom Hubschrauberlandeplatz wie die neue Klinik.“ Abgesehen davon, dass sich das geplante Gebäude der Laserklinik über 100 Meter entfernt von der Hubschrauberlandestelle und weitab von den gängigen Hubschrauberrouten befinde.

Stadtverwaltung äußert sich weiterhin nicht zum Thema

Während Anlieger, Stadträte und Bauherr schon vor dem Anhörungsverfahren über den geplanten Neubau diskutieren, hält sich die Stadtverwaltung gegenüber dem SÜDKURIER mit Äußerungen zum Thema weiterhin zurück.