Egon liegt leblos am Boden. Johanna Ziegler greift ihn an den Schultern, spricht in laut an. Sie überprüft Egons Atmung, setzt eine Herzdruckmassage an. Dann greift Johanna Ziegler sich den Defibrillator. Mit dem Einschalten Geräts bekommt sie von diesem akustische Anweisungen, es spricht. Nach dem Anbringen der beiden Sonden auf der Brust von Egon analysiert der Defibrillator eigenständig den Herzschlag und empfiehlt einen Elektroschock.

Für Laien entwickelt

Was Ziegler, Projektkoordinatorin „Kampf dem Herztod „ der Björn-Steiger-Stiftung den Anwesenden im Eingangsbereich der Turnhalle in Stefansfeld so routiniert demonstriert, wurde, könnte einmal Leben retten. Diesmal bekam den Elektroschock die Übungspuppe Egon.

Johanna Ziegler, Koordinatorin des Projekt „Kampf dem Herztod“ der Björn-Steiger-Stiftung, demonstriert die Anwendung des Defibrillators an einer Übungspuppe.
Johanna Ziegler, Koordinatorin des Projekt „Kampf dem Herztod“ der Björn-Steiger-Stiftung, demonstriert die Anwendung des Defibrillators an einer Übungspuppe. | Bild: Mardiros Tavit

„Sie können nichts falsch machen, wenn eine Person einmal so da liegt, dann hat es ganz andere Probleme“, erzählte Ziegler bei der eindrücklichen Demonstration. Sie forderte auf, mutig zu helfen. Der Defibrillator sei für Laien entwickelt und „narrensicher“. Seit Februar steht nun ein sogenannter „Laiendefi“ auch an Stefansfelder Turnhalle, um bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand Leben zu retten. Die Corona-Pandemie hatte seine öffentliche Vorstellung bis jetzt verzögert.

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Schulleiter Gerd Margino hatte den Standort mit ausgewählt. „Die Turnhalle wird nicht nur von der Schule genutzt, sondern auch durch die Vereine und ist somit öffentlich zugänglich“. Beginnend im Jahr 2001, hat die Björn Steiger Stiftung deutschlandweit insgesamt 27 000 AED-Geräte (Automatisierter Externer Defibrillator) aufgestellt.

„Kampf dem Herztod“

Seit 2013 rüstet sie mit dem Projekt „Kampf dem Herztod“ gezielt Kommunen aus. Im Bodenseekreis stehen in der Zwischenzeit 18 Geräte. Die Gemeinde Salem soll insgesamt fünf Laiendefis erhalten. Die Stiftung bietet zudem Schulungen in Wiederbelebung an. 25 Prozent der Kosten trägt die Stiftung, für den Restbetrag werden Sponsoren gesucht.

Wie einfach die Bedienung dieses Defibrillators ist, zeigt die Björn-Steiger-Stiftung in einem Video: https://youtu.be/-S8vCZctOvo

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