Zwischen Schüsseln, Springformen und Schneebesen wuchs sie auf: Julia Stärk, Tochter einer Gastronomen-Familie. Mittlerweile ist sie 29 Jahre alt – und auch heute noch ist die Küche ihr liebster Ort. Gemeinsam mit ihrer Mutter ist Julia Stärk für die Zubereitung der Gerichte im Familienhotel mit Restaurant Seepromenade in Meersburg zuständig.

Gelernte Köchin ist Stärk aber nicht. „Eigentlich habe ich eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht“, erzählt sie und lächelt. Doch bei der Arbeit in der Küche habe sie nach wie vor am meisten Spaß. Die Liebe für die Zubereitung von Gerichten und Nachspeisen, den Umgang mit saisonalen Produkten und die Ideen für neue Kreationen – all das lernte Stärk schon von ihrer Großmutter kennen, die früher eine eigene Bäckerei betrieb.

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Auch der Sohn wächst in der Gastro-Küche auf

„Irgendwie liegt es in der Familie. Es gibt bei uns niemanden, der nicht gerne kocht“, sagt die 29-Jährige. Ob ihr Sohn auch einmal zum Koch oder Bäcker wird? Jedenfalls verbringt der Anderthalbjährige – so wie früher Julia Stärk selbst – schon jetzt einen Großteil der Zeit in der Gastroküche. Entgegen aller Erwartung sagt Stärk: „Die Arbeit als Köchin und die eigene Familie lassen sich prima miteinander vereinbaren.“

Ergänzend fügt die junge Mutter hinzu, dass diese Kombination vielleicht nicht überall funktioniert. „Wir haben jeden Sonntag und jeden Montag geschlossen. An diesen Tagen haben alle Mitarbeiter frei, es ist unser Wochenende“, sagt sie. „Mit zwei freien Tagen lässt es sich prima arbeiten.“

„Die Arbeit als Köchin und die eigene Familie lassen sich prima miteinander vereinbaren.“
Julia Stärk, Köchin Hotel und Restaurant Seepromenade

Und auch, wenn es in der Küche manchmal stressig werden kann, würde Stärk ihren Job nicht mehr so schnell hergeben. Zu sehr schätze sie die Arbeit im Team und die Kreativität, die sie in neue Gerichte stecken kann. „Unser Restaurant ist ein Treffpunkt. Es bringt Leben in mein Leben. Und genau das mag ich so sehr“, erzählt die Meersburger Köchin.

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Sogar an freien Tagen, im Urlaub oder nach Feierabend steht Julia Stärk gerne in der Küche. Dann werden neue Gerichte ausprobiert, neue Desserts kreiert. Wenn es zuhause einmal schnell gehen muss, gibt es bei Familie Stärk das traditionelle Reste-Essen. „Ich schaue in den Kühlschrank, was wir noch alles da haben und das wird dann verwertet“, erklärt die junge Mutter. „Das geht meistens schnell, schmeckt immer anders – und ist immer sehr lecker.“

Video: Mona Lippisch

Nachspeise für das Ostermenü: Erdbeer-Rhabarber-Crumble

Als Nachspeise für unser Ostermenü schlägt Julia Stärk einen Erdbeer-Rhabarber-Crumble vor. Das Obst dafür kann schon jetzt von heimischen Bauern gekauft werden – die Erdbeeren kommen dann aber noch aus dem Gewächshaus. „Wir haben den Crumble genauso aktuell auf unserer Speisekarte stehen“, sagt Stärk.

So sieht der Crumble aus, bevor er in den Ofen kommt.
So sieht der Crumble aus, bevor er in den Ofen kommt. | Bild: Mona Lippisch

Ein wenig verändert gibt es das Rezept auch im Herbst und Winter im Restaurant, dann aber mit Äpfeln oder Birnen. „Das Dessert kommt bei unseren Gästen immer gut an und wird gerne auch mit einer Kugel Vanilleeis gegessen.“ Julia Stärk wünscht: Guten Appetit.