Von zwei Abenden "in fantastischer Atmosphäre und tollem Ambiente" spricht Marc Oßwald, Geschäftsführer der Vaddi Concerts GmbH, die unter anderem die Open-Air-Konzerte in Meersburg veranstaltet. Mit den Besucherzahlen des Simple-Minds-Konzerts ist Oßwald zufrieden, das Doppelkonzert von Johannes Oerding und Glasperlenspiel dagegen "hätte besser besucht sein dürfen". Das Konzept mit zwei verschiedenen Auftritten an einem Abend sei nicht aufgegangen "und deshalb keine Option für die Zukunft".

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Einer der Gründe für die geringen Besucherzahlen liegt für Oßwald darin, dass es dieses Jahr in zu kurzer Zeit zu viele Konzerte im Bodenseekreis gegeben habe. Vom 23. Juli bis 19. August fanden in Meersburg, Salem, Markdorf, Friedrichshafen und Tettnang insgesamt 16 Open-Air-Konzerte statt. Vaddi Concerts überlegt nun, seine Termine nächstes Jahr mehr über den Sommer zu verteilen – wenn es überhaupt mehrere Termine geben wird: "Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir 2019 weniger Shows am See veranstalten."

Positives Fazit zu Salem Open Airs

Ein positiveres Fazit zieht Allgäu Concerts, der Veranstalter der Open-Air-Konzerte im Salemer Schlossgarten. Dort traten dieses Jahr Sting, die Scorpions, Freundeskreis und Ina Müller auf. Am Ende ausverkauft waren davon lediglich die Abende mit Sting und den Scorpions.

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Besonders beim Freundeskreis-Konzert mag der ein oder andere von der vergleichsweise geringen Besucherzahl von 3800 überrascht gewesen sein.

Das Doppelkonzert mit Glasperlenspiel – hier Sängerin Carolin Niemczyk – hätte laut Veranstalter besser besucht sein können.
Das Doppelkonzert mit Glasperlenspiel in Meersburg – hier Sängerin Carolin Niemczyk – hätte laut Veranstalter besser besucht sein können. | Bild: Jäckle, Reiner

Diesem Gefühl widerspricht Michaela Bernhard, Geschäftsführerin von Allgäu Concerts: "Unsere Besucherzahlen sind nicht geringer als in den Vorjahren – bei Sting hatten wir sogar 6500 Besucher auf dem Gelände. Im Gegenteil, die Besucherzahlen sind dieses Jahr höher als letztes Jahr."

Augenfällig war auch die wenig internationale Besetzung der Schloss Salem Open Airs, zumindest im Vergleich zu den Vorjahren. Aber auch dieser Punkt wird von der Geschäftsführerin positiv bewertet. "Das Programm auf Schloss Salem war sehr hochwertig in diesem Jahr – und sicherlich auch nicht zu wenig international", sagt Bernhard.