Sie sind etwas anders als sonst, die diesjährigen Ferienspiele der Stadt Markdorf auf der Stadtparkwiese beim Weiher: Um eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verhindern, beziehungsweise um die Kontakte zurückverfolgen zu können, sind die Teilnehmer in diesem Jahr auf Gruppen beschränkt.

Hasret Cicek, Betreuerin: „Die Ferienspiele sind schon ein bisschen anders als bisher, wir sind sehr eingeschränkt, aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“
Hasret Cicek, Betreuerin: „Die Ferienspiele sind schon ein bisschen anders als bisher, wir sind sehr eingeschränkt, aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“ | Bild: Christiane Keutner

Das freie Umhertollen und nachmittags mal hier, mal da spontan und selbständig ein Angebot zum Basteln oder Spielen wahrzunehmen in eine andere Gruppe, ist dieses Mal nicht vorgesehen. Das ist jetzt nur innerhalb der jeweiligen Gruppe möglich.

Clara, acht Jahre: „Das mit der Maskenpflicht geht schon, aber dass ich nicht mit den anderen spielen kann, finde ich blöd. Letztes Jahr konnte ich in andere Gruppen reinschnuppern.“
Clara, acht Jahre: „Das mit der Maskenpflicht geht schon, aber dass ich nicht mit den anderen spielen kann, finde ich blöd. Letztes Jahr konnte ich in andere Gruppen reinschnuppern.“ | Bild: Christiane Keutner

„Maximal 20 Kinder sind in einer Gruppe, dazu kommen zehn Betreuer. Innerhalb der Gruppe müssen die Kinder keinen Mundschutz tragen, aber wenn sie sie verlassen oder mit dem Bus fahren“, erklärt Jugendbeauftragter Jan Hendrik Münzer.

Jan Münzer, Jugendbeauftragter: „Wir mussten vieles organisieren, aber alle sind froh, dass die Ferienspiele stattfinden können.“
Jan Münzer, Jugendbeauftragter: „Wir mussten vieles organisieren, aber alle sind froh, dass die Ferienspiele stattfinden können.“ | Bild: Christiane Keutner

Damit bei Spiel und Spaß der Abstand gewahrt bleibt, dürfen sich von Sonntag bis Donnerstag nur drei der fünf Großgruppen auf der Weiherwiese aufhalten. Die anderen beiden Gruppen wandern, ausgestattet mit Lunchpaketen, in den Wald und verbringen den Tag dort mit diversen Projekten.

Lean, sieben Jahre: „Das Basteln finde ich gut. Ich bin mit Freunden da, aber es ist schön, dass ich neue Kinder kennenlernen kann. Zuhause wäre es heiß, hier kann ich im Schatten hocken.“
Lean, sieben Jahre: „Das Basteln finde ich gut. Ich bin mit Freunden da, aber es ist schön, dass ich neue Kinder kennenlernen kann. Zuhause wäre es heiß, hier kann ich im Schatten hocken.“ | Bild: Christiane Keutner

So dürfen sie beispielsweise eine Murmelbahn basteln, aus Waldmaterialen kleine Dörfer bauen und Mandalas gestalten. Das passt zum diesmal gewählten Motto „Im Wald„. Am Auftakt- und Schlusstag gibt es vermehrt Spiele im Kreis mit großem Abstand zu den anderen Gruppen.

Oskar (rechts) von der Grupe der Eichhörnchen testet gleich seinen Papierflieger.
Oskar (rechts) von der Grupe der Eichhörnchen testet gleich seinen Papierflieger. | Bild: Christiane Keutner

Einige Spiele werden sogar dem Motto gerecht: Bei „Der Fuchs geht um“ kommen die Kinder in Bewegung.

Der Fuchs geht um, der Fuchs geht um: Alte Kinderspiele werden bei den Ferienspielen neu entdeckt. Bei den Aktionen im Kreis ist es leicht, Abstand zu den anderen Gruppen zu wahren.
Der Fuchs geht um, der Fuchs geht um: Alte Kinderspiele werden bei den Ferienspielen neu entdeckt. Bei den Aktionen im Kreis ist es leicht, Abstand zu den anderen Gruppen zu wahren. | Bild: Christiane Keutner

Im Schatten ist das am heißen Auftakttag kein Problem. Viele Spiele im Kreis sind angesagt mit Singen, Tanzen und Klatschen.

Video: Christiane Keutner

Später beginnen die Bastelprojekte: Papiere werden zu Fliegern gefaltet und gleich ausprobiert, es wird gemalt und die „Igel“-Gruppe fertigt ihr Emblem zum Umhängen aus Filz.

Im Gänsemarsch und Zweierreihen geht es zum Händewaschen.
Im Gänsemarsch und Zweierreihen geht es zum Händewaschen. | Bild: Christiane Keutner

Natürlich wird auf das Einhalten des Hygienekonzeptes geachtet: Im Gänsemarsch und Zweierreihe geht es zur Waschstation. Unter Aufsicht wird Seife ausgegeben und darauf geachtet, dass sich alle die Hände waschen.

Sauberkeit muss sein. Vor dem Essen heißt es Händewaschen nicht vergessen. Betreuer Julius Bäder passt auf und portioniert Flüssigseife.
Sauberkeit muss sein. Vor dem Essen heißt es Händewaschen nicht vergessen. Betreuer Julius Bäder passt auf und portioniert Flüssigseife. | Bild: Christiane Keutner

Das ebenfalls unter sich bleibende Küchenteam ruft eine Gruppe nach der anderen zum Essen und gibt Würste und Grillkäse aus. Auch hierbei wird auf Abstand geachtet. „Ketchup, Curry-Ketchup oder Senf?“, fragt Betreuerin Lorena Hund mehr als 100 Mal und drückt auf die Tube(n), die sonst niemand anfassen darf.

Das Hygienkonzept ist perfekt umgesetzt: Das Küchenteam bleibt unter sich, die Gruppen werden einzeln zum Abholen von Wurst und Grillkäse gerufen.
Das Hygienkonzept ist perfekt umgesetzt: Das Küchenteam bleibt unter sich, die Gruppen werden einzeln zum Abholen von Wurst und Grillkäse gerufen. | Bild: Christiane Keutner

Igel, Raupe, Jäger, Eulen, Rehe, Fuchs und Luchs haben Spaß und freuen sich auf weitere Tage, an denen sie spielen und ihre Kreativität entdecken können.

Auch die Betreuer Gabriel Joos (links) und Benedikt Stephan haben gebastelt. Die Raupenkostüme ihrer Gruppe bewundern Sara (hinten) und Katalyh sowie Lotta (rechts).
Auch die Betreuer Gabriel Joos (links) und Benedikt Stephan haben gebastelt. Die Raupenkostüme ihrer Gruppe bewundern Sara (hinten) und Katalyh sowie Lotta (rechts). | Bild: Christiane Keutner

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