Früher Morgen auf der "Panzerwiese" am Südhang des Gehrenbergs. Wo sich die Markdorfer "Funkenmannschaft" am Samstag gegen acht eingefunden hat, um das Funken-Feuer aufzubauen.

Bild: Büsche, Jörg

Die im Januar eingesammelten Weihnachtsbäume haben hier oben gelagert. Sie sollen am ersten Sonntag nach der Fastnacht als "Funken" verbrannt werden. So will es der uralte Brauch. Der freilich nicht nur in in Markdorf gepflegt wird. Vor dem Aufschichten der Weihnachtsbäume kommt das Ringen mit "Eberhard".

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Das Sturmtief peitscht starke Böen über die Panzerwiese, sodass die Funkenmannschaft zunächst ihre Unterkunft wetterfest machen muss. Benjamin Spiry, Patrick Schlegel und Marcel Sikora schleppen Paletten, die das Vordach beschweren.

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Anschließend beginnt die Diskussion, wo denn eigentlich das Funkenfeuer vorm letzten Jahr gebrannt hat. Stand es hier vorne oder doch dort hinten – so wie im Frühling davor. Lange währt die Diskussion allerdings nicht.

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Denn bald schon heißt es "Auf den Hänger!" Der wird gleich den Hang hinauf gezogen. Hin zu den Tannen, die – in Absprache mit der Forstverwaltung – fallen müssen, um als tragendes Gerüst fürs Funken-Feuer aufgestellt zu werden.

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Peter Litze hat den Überblick. Er zeigt Jörn Hempelmann und Johannes Schmidschneider, welche Bäume für den Funken geschlagen werden dürfen.

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Funkenmeister Johannes Schmidschneider sägt. Wobei er nicht der einzige ist, der heute mit der Motorsäge arbeitet.

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Und die übrigen Funken-Mannen dürfen tragen. Etwa 40 Tannen kommen so aus dem Stadtwald.

Video: Jörg Büsche

Leicht ist dieses Geschäft aber ganz und gar nicht. Zum einen sind die Stämme sehr schwer. Zum anderen lässt sich mit ihnen nur überaus beschwerlich hantieren.

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Wieder drunten auf der Panzerwiese sind es dann Jörn Hempelmann und Gianluca Colucci, die das Holz unten zuspitzen. Jedenfalls jene Stämme, die anschließend in den Boden gerammt werden und dem ganzen Gerüst den richtigen Halt geben sollen.

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Und während man Markdorf vor lauter gut abgelagerter Weihnachtsbäume kaum noch sieht,

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verwandelt die Funkenmannschaft das sonst so trauliche Panzerwiesen-Idyll schier in eine Großbaustelle.

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Auf der es dann auch tüchtig anzupacken gilt, damit die schweren Balken in die richtige Lage kommen. Schließlich werden sie keineswegs irgendwie zusammengesteckt, sondern so, dass die gesamte Konstruktion in sich zusätzliche Stabilität findet. Hierfür sorgt übrigens Sebastian Welsch.

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Obacht auf die Finger! Die Stämme fürs Funken-Gerüst werden mit Nägeln fixiert – hier von Jörn Hempelmann. Eine Herausforderung! Weil der Hammer durchaus sein Gewicht und der, der ihn schwingt kaum Halt auf wackeliger Leiter hat.

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Richtig zur Sache geht es dann beim Aufstellen des Haupt-Baums. Das ist der, an dem die Funken-Hexe am Sonntag baumeln soll. Bei heftigen Sturmböen und Regenschauern hat die Funkenmannschaft richtig zu kämpfen.

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Markus Schemberger und Thomas Keller sind seit 20 Jahren bei der Funkenmannschaft.

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Beide beteuern, dass es die Kameradschaft sei, die sie jedes Jahr aufs Neue auf die Panzerwiese locke. Freilich finde man das ganze Jahr über immer mal wieder zusammen.

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Am Ende steht er dann, der Funken. Selbst der Himmel freut sich über das stabile Kunstwerk am Gehrenberghang, das eigentlich viel zu schade ist, um abgefackelt zu werden.

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Dies sind übrigens die Scheiben, die am Funkensonntag ins Funken-Feuer geschleudert werden. Jede einzelne wird zuvor bis zur Rotglut erhitzt, damit die Zuschauer ihre Bahn ins Feuer beobachten können.

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Scheibi, Scheiba, Scheib' auf der Bahn – wem soll die Scheibe gelten? So lautet der Spruch, der die Begebenheiten aus der vergangenen Fasnet einleitet, von denen die Funken berichten.

Neu in diesem Jahr war das kleine Feuerwerk, das am Sonntag als Ouvertüre gezündet wurde.

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Der Höhepunkt freilich ist, wenn der Funken endlich brennt. Bestaunt von zahlreichen Zuschauern. So wie in jedem Jahr, wenn mit den Feuern auf dem Gehrenberg und auch im Tal die Fastnacht endgültig verabschiedet wird.

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