Normalerweise kann sich die Stadt Ravensburg bei Großveranstaltungen auf das Wetterglück verlassen. Doch ausgerechnet beim beliebten Familienfest „Ravensburg spielt“ am Wochenende ging dem Spätsommer die Luft aus. Immerhin am Samstagnachmittag konnten die Besucher in der Altstadt ein paar trockene Stunden genießen.

Besonders viel Beifall erhielt Jongleur Sebastian Landauer für seine Fußball-Comedy.
Besonders viel Beifall erhielt Jongleur Sebastian Landauer für seine Fußball-Comedy. | Bild: Frank Enderle

Neues und Altbewährtes

Im Blickpunkt stand in diesem Jahr das runderneuerte Konzept der Veranstaltung. Durch den Einbezug der kompletten Bachstraße sowie des Holzmarkts war die Veranstaltungsfläche so groß wie noch nie. Auch die verschiedenen Themengebiete wurden räumlich übersichtlicher aufgeteilt: „Wir haben heuer nicht nur das Altbewährte, sondern auch viel Neues“, betonte Simon Blümcke, Erster Bürgermeister, bei der Eröffnung.

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Virtual Reality, Brettspiel-Klassiker und ein Riesenpuzzle

Deutlich stärker vertreten als in den Vorjahren waren digitale Spiele. In der Mensa sowie im TV-Studio der Dualen Hochschule Baden-Württemberg am Marienplatz konnten die Besucher nicht nur Konsolenspiele ausprobieren, sondern auch in virtuelle Welten eintauchen.

Das Eintauchen in virtuelle Spielewelten – hier im TV-Studio der DHBW – war bei regnerischem Wetter besonders beliebt.
Das Eintauchen in virtuelle Spielewelten – hier im TV-Studio der DHBW – war bei regnerischem Wetter besonders beliebt. | Bild: Frank Enderle

Prägend blieb bei „Ravensburg spielt“ aber das ungezwungene Mitmachen. Schon bald nachdem am Samstag die Bänke und Tische abgetrocknet waren, zog es viele Besucher zu den Ausleihhütten, um sich Brett- und Kartenspiele auszusuchen.

Familie Helmle/Rabsch ließ sich von den kühlen Temperaturen nicht abschrecken.
Familie Helmle/Rabsch ließ sich von den kühlen Temperaturen nicht abschrecken. | Bild: Frank Enderle

Am besonders regnerischen Sonntag waren eher die Aktionen im Inneren der Gebäude gefragt. So auch im Schwörsaal, wo die Besucher ihren Teil zum größten im Handel erhältlichen Puzzle mit 40 000 Teilen beisteuern konnten.

Ein paar Aktionen im Freien mussten abgesagt werden

Das Ravensburger Kulturamt hatte zweigleisig geplant und versucht, sich mit den beteiligten Aktionspartnern auf schlechtes Wetter einzustellen. So ganz ohne Auswirkung blieb dies für das Gesamtbild aber nicht. „Leider mussten ein paar Aktionen abgesagt werden, bei denen die Elektrik im Freien zu gefährlich gewesen wäre“, sagte Verena Müller, Leiterin des Kulturamts. Für alle beteiligten Projektpartner sei es bedauernswert, dass das neue Konzept der Veranstaltung nicht unter besseren Bedingungen auf den Prüfstand kommen konnte.