Es kommt ausgesprochen selten vor, dass der Gemeinderat zu einer öffentlichen Sitzung zusammenkommt, bei der neben den üblichen Punkten wie „Verschiedenes“ nur ein einziges Thema auf der Tagesordnung steht. Bei der Sitzung am Mittwoch war es der Neubau der Kita Seegaddel, speziell die aktuelle Kostenentwicklung und weitere Schritte.

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Bei vielen Bürgern weckte dieses Thema großes Interesse, sodass die Besucherstühle im Bürgersaal fast komplett besetzt waren. Umso erstaunter waren die Besucher, als Bürgermeister Johannes Henne gleich zu Beginn der Sitzung bekannt gab, dass das Thema wieder von der Tagesordnung genommen werde, nach weniger als fünf Minuten wurden Besucher und Presse verabschiedet.

Öffentliche Sitzung nach wenigen Minuten beendet

Auf Rückfrage erklärte Henne, dass es Kostensteigerungen gebe und man zu gegebener Zeit öffentlich darüber beraten werde.“ Da dürfte es kaum um die Kosten für ein Bild an der Wand gehen“, vermuteten Bürger vor dem Rathaus nach der kürzesten öffentlichen Sitzung, an die sich die Anwesenden erinnern konnten.

Erste Kostenschätzung lag bei 4,8 Millionen Euro

Ein Rückblick auf die bisherige Zeitplanung und Kostenentwicklung: Im Juli 2018 wurde die alte Kita abgerissen. Der Beginn der Arbeiten für die neue Kita war für März 2019 geplant. Im Februar 2019 teilte Ortsbaumeister Ulrich Kohler mit, dass sich der Beginn der Bauarbeiten auf Juni verschiebe. Bisher wurde noch kein Termin für den ersten Spatenstich bekannt gegeben. Ursprünglich sollte die Kita im Dezember 2020 fertig werden. Die erste Kostenschätzung lag bei 4,8 Millionen Euro.

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Im März 2018 wurden die Gesamtkosten auf 5,395 Millionen Euro geschätzt. Mehrkosten entstanden unter anderem durch die Entscheidung für eine Tiefenbohrung zur Nutzung von Erdwärme. Im Oktober 2018 lag die Kostenschätzung bei 5,548 Millionen Euro.

Günstigstes Angebot fällt deutlich höher aus

Als im Februar 2019 das günstigste Angebot für die Rohbauarbeiten 100 000 Euro höher ausfiel, als erwartet, wollte die Gemeinde Einsparpotenziale beim Innenausbau suchen und nutzen, um die Kosten nicht weiter steigen zu lassen. Allem Anschein nach wird auf den neu gewählten Gemeinderat hier eine echte Herausforderung zukommen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass nichtöffentlich über das Thema gesprochen und die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit informiert werde. Eine nichtöffentliche Sitzung fand am Mittwochabend aber nicht statt. Deshalb hat die Redaktion den Artikel korrigiert. Bürgermeister Johannes Henne informierte die Räte nach eigenen Angaben lediglich darüber, dass der Punkt aufgrund von erst am Nachmittag eingegangenen Informationen vertagt wurde. Öffentlich beraten werde voraussichtlich am 24. Juni.

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