Die Menschen für das Thema Warnung zu sensibilisieren, ist das Ziel des bundesweiten Warntags am Donnerstag, 8. Dezember. Auch die Stadt ist einem Pressetext zufolge dabei und informiert digital über verschiedene Kanäle mit einer neuen Broschüre und persönlich mit einem Stand der Feuerwehr auf der Bodensee-Weihnacht auf dem Buchhornplatz. Im Feuerwehrfahrzeug erklären die Rettungskräfte, wie in Friedrichshafen gewarnt wird und was im Ernstfall zu tun ist. Infomaterialien ergänzen das Angebot. Aufgebaut wird auch ein sogenannter Kugellautsprecher, mit dem bei akuten Gefahren mobil und gezielt gewarnt und geweckt werden kann. Für verschiedene Szenarien sind verschiedene Texte hinterlegt: für Stromausfall, Hochwasser, Fliegerbomben sowie Rauch- und Geruchsbelästigung und wenn eine Gefahr durch das Trinkwasser besteht.

Sichtbar machen, was im Ernstfall passiert

„Wir wollen beim Warntag sichtbar machen, was im Ernstfall passiert“, wird Oberbürgermeister Andreas Brand in dem Pressetext zitiert. „Für den unwahrscheinlichen Fall zum Beispiel, dass wir in Friedrichshafen einen längeren Stromausfall haben, sind wir als Stadt gut vorbereitet. Wir haben Notstromaggregate beschafft, die bereits vor Ort sind und bei Bedarf unsere Notfalltreffpunkte versorgen können. Schon in wenigen Tagen sind unsere Notfalltreffpunkte einsatzbereit.“

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Ziel des Warntages sei es nicht nur, die Warnmöglichkeiten stärker ins Bewusstsein zu rücken, sondern auch die Warnprozesse zu erproben. Die Bevölkerung solle dabei unterstützt werden, in Gefahrensituationen richtig zu handeln. Dafür habe die Stadt eine Broschüre erstellt, in der die wichtigsten Informationen zusammengestellt sind. Auf einer Karte seien alle Notfalltreffpunkte aufgeführt: im Graf-Zeppelin-Haus, der Brunnisach-Halle in Kluftern sowie in der Ludwig-Roos-Halle in Ettenkirch. Neben der Notstromversorgung könne dort auch Erste Hilfe bei kleineren Verletzungen geleistet werden, es gebe Wasser und Toiletten, eine Aufwärmmöglichkeit, Informationen sowie Betreuung und Hilfe. Außerdem seien alle Feuerwehrstandorte in der Karte zu finden.

Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz

In der Broschüre ist nach Angaben der Stadt auch eine Checkliste enthalten, die sich an den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe orientiert. Beinhalte die persönliche Notfallvorsorge alles, was auf der Liste steht, sei auch ein länger anhaltender Stromausfall zu überstehen. Haltbare Lebensmittel, ausreichend Getränke für zehn Tage sowie Streichhölzer, Kerzen, Batterien, Taschenlampen und ein Radio seien nur einige Beispiele.

Um die Bevölkerung zu warnen, könnten künftig wieder stationäre Sirenen zum Einsatz kommen. Ein Förderprogramm des Landes war bereits nach kurzer Zeit ausgeschöpft, heißt es in dem Pressetext weiter. Ein Antrag der Stadt stehe aktuell auf der Warteliste – mit 26 möglichen Standorten an vorrangig öffentlichen Gebäuden. Bis dahin setze man auf mobile Lautsprecheranlagen.