Das grüne Licht, das der Kultur- und Sozialausschuss des Gemeinderats am Mittwoch mit einstimmiger Beschlussempfehlung gab, bringt die hiesige Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) den jeweils maximalen Zuschüssen aus Mitteln der Zeppelin-Stiftung einen Schritt näher: 1,04 Millionen Euro soll es für die Baukosten geben, knapp 205.000 Euro für Sportgeräte sowie 380.000 Euro für ein zinsloses Darlehen zur Vorfinanzierung eines in Aussicht gestellten Zuschusses vom Württembergischen Landessportbund (WLSB).

Alpinzentrum soll nicht nur eine Kletterhalle sein

Zuvor stellte der stellvertretende DAV-Vorsitzende und Projektleiter Jörg Zielke die Pläne für das Alpinzentrum mit einer Grundfläche von 745 Quadratmetern und einer Kletterwandhöhe von 14,5 Metern vor. Zielke betonte, dass es sich bei dem Neubau nicht nur um eine Kletterhalle, sondern um ein Haus handle, in dem sich alle Vereinsmitglieder wiederfinden sollen. So zeigen die Pläne neben einem Bistro auch Besprechungs- und Versammlungsräume.

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Aktuell rechnet die DAV-Sektion mit Bruttokosten in Höhe von knapp 6,8 Millionen Euro. Abzüglich aller Zuschüsse, unter anderem vom DAV-Bundesverband, hat der Verein rund 1,8 Millionen Euro selbst zu stemmen.

Betriebsleiter in Vollzeit, Minijobber und Ehrenamtliche

Thomas Huber, Vorsitzender der DAV-Sektion Friedrichshafen, erklärte, dass ein Betriebsleiter in Vollzeit von 450-Euro-Kräften und Ehrenamtlichen unterstützt werden soll. Außerdem möchte der DAV sein Angebot an Kursen weiter ausbauen.

Thomas Huber (links), Vorsitzender der DAV-Sektion Friedrichshafen, und sein Stellvertreter Jörg Zielke setzen sich für den Plan des ...
Thomas Huber (links), Vorsitzender der DAV-Sektion Friedrichshafen, und sein Stellvertreter Jörg Zielke setzen sich für den Plan des Alpinzentrums ein. (Archivbild) | Bild: Claudia Wörner

„Beim Basis-Szenario mit 95 täglichen Eintritten werden wir nach sechs Jahren schwarze Zahlen schreiben“, sagte Schatzmeister Rainer Wilke. Bei täglich 100 Eintritten wäre für dieses Ziel keine Unterstützung durch Ehrenamtliche notwendig. Bei 85 Eintritten bräuchte der DAV allerdings 15 Jahre bis zur schwarzen Null.

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Vergünstigter Eintritt für DAV-Mitglieder

Auf die Frage von Philipp Fuhrmann (Netzwerk für Friedrichshafen) nach gestaffelten Eintrittsgeldern erläuterte Huber, dass DAV-Mitglieder vergünstigten Eintritt für die Kletterhalle zahlen werden. „Aber wenn die Halle geöffnet ist, kann jeder rein. Zeitslots sind nicht geplant“, so Huber. Fragen der Räte drehten sich auch um einen möglichen Zusammenbau, falls die ZF-Arena abgerissen werde. „Das ist nicht möglich“, entgegnete Bürgermeister Andreas Köster kurz und bündig.

Das geplante Alpinzentrum der DAV-Sektion Friedrichshafen soll in unmittelbarer Nachbarschaft zur ZF-Arena entstehen.
Das geplante Alpinzentrum der DAV-Sektion Friedrichshafen soll in unmittelbarer Nachbarschaft zur ZF-Arena entstehen. | Bild: Wassung Bader Architekten

Vergünstigte Eintritte, falls jemand mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, die Zahl der Fahrradständer oder das Holz für die nachhaltige Außenfassade interessierte die Räte außerdem. Hier werde es zu einem späteren Zeitpunkt Antworten geben, so die DAV-Vertreter. Final entscheidet der Gemeinderat am Montag, 31. Januar über die Bezuschussung des Alpinzentrums.