Bereits um 12 Uhr, zwei Stunden nach der offiziellen Eröffnung der Messe Interboot in Friedrichshafen, stehen Straßenschuhe aufgereiht auf den Emporen und vor den großen Jachten bilden sich Schlangen Wartender. Auch bei den Lieferanten der dazugehörigen Segel sind die Tische besetzt. "Wir sind hier seit 10 Uhr gut beschäftigt", sagt Kim Petersen von Elvström Sails, "ich bin gespannt, ob es weiter so gut läuft".

Das erste Wochenende sei immer gut besucht, weiß auch Ursula Gsell von Ultramarin, denn da sei die Auswahl am größten und alle Größen der Funktionskleidung seien noch auf Lager. So herrscht in Halle A2 auf dem Messegelände geschäftige Enge. Die Zubehör- und Bekleidungsstände sorgen hier für eine Atmosphäre wie auf einem bunten Krämermarkt. Liebhaber klassischer Jachten kommen derweilen in Halle A3 auf ihre Kosten: 17 Meter lang ist der Schärenkreuzer, den Josef Martin aus Mahagoni baut.

Anders als in den Jahren zuvor ist der Besuch der Interboot diesmal als Rundgang mit überdachtem Übergang von Halle A5 zu den B-Hallen angelegt. Wer die Surfer und Snowboarder sucht, wird auf der anderen Seite fündig. Vorbei an hochglanzpolierten Motorbooten gelangt man in B2 in eine großzügig angelegte Badelandschaft mit Lounge-Charakter. Ein Planschbecken für die Kinder und Liegestühle unter Palmen locken, daneben die stehende Welle, auf der Thilo Trefz gerade seine Surfshow zeigt. "Heute Morgen waren schon 15 Leute zum Surfen da", sagt Benedikt Vennen vom Check-in der Surf-Days. "Ein paar Jungs waren so begeistert, dass sie gleich wieder kommen wollten."

Doch nicht nur die Jugend kommt auf ihre Kosten. "Wir schauen nach Persenningherstellern", erklärt ein Ehepaar im Rentenalter. Sie hätten schon ein gutes Angebot bekommen, doch jetzt schauten sie erst noch beim nächsten Anbieter vorbei.