Mit der Überschrift „Wir sind nicht in Berlin, wir sind hier“ haben die Freien Wähler Friedrichshafen ihr druckfrisches Wahlprogramm zur Gemeinderatswahl am 26. Mai versehen. Gestern stellten die Kandidaten ihre wichtigsten Punkte für die kommenden fünf Jahre vor.

Freie Wähler schließen sich im Rat auch anderen Fraktionen an

„Wir Freien Wähler müssen unsere Entscheidungen nicht in Richtung Berlin oder Stuttgart, sondern nur vor uns selbst verantworten“, erläuterte Jürgen Durski. „Wir können frei und unabhängig für unsere Stadt und ihre Bürger agieren.“ Dabei schlössen sich die Freien Wähler durchaus anderen Fraktionen im Gemeinderat an, wenn sie deren Vorschläge für gut halten.

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Die aktuell neun Sitze wollen die Freien Wähler halten

Ziel sei, die aktuell neun Sitze im Gremium zu behalten beziehungsweise weitere hinzuzugewinnen. Angelika Drießen unterstrich: „Wichtig ist uns die Botschaft, dass wir weiterhin bodenständig und bürgernah bleiben werden.“

Bezahlbarer Wohnraum steht ganz oben

Wohnraum zu schaffen, der bezahlbar bleibt, steht auf dem Wahlprogramm der Freien Wähler ganz oben. Dagmar Hoehne sagte: „In der letzten Legislaturperiode haben wir im Gemeinderat schon einiges beschlossen. Jetzt geht es an die Umsetzung.“ Im Blick habe ihre Partei auch die Strukturen rund um das Wohnumfeld, wie Kindergärten oder Einkaufsmöglichkeiten.

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Sorge über Entwicklung im Fallenbrunnen

Bereits vor einem halben Jahr hatten die Freien Wähler im Gemeinderat den Antrag gestellt, ein Gesamtkonzept für den Fallenbrunnen und für das Areal Oberhof zu entwickeln, die größten Baulandreserven auf städtischem Grund. Kürzlich wurde er mehrheitlich abgelehnt. Joachim Krüger erklärte: „Wir haben Angst, dass der Fallenbrunnen Stück für Stück verheizt wird. Daher ist uns eine Strategie ein wichtiges Anliegen.“ Thomas Kaldenbach hält es dabei für sinnvoll, möglichst viele Probleme bereits im Vorfeld anzugehen. „Das ist besser, als zuerst Fakten zu schaffen.“

Junge Menschen bei Planungen mit ins Boot holen

Jochen Meschenmoser betonte, wie wichtig es sei, bei den Planungen junge Menschen mit ins Boot zu holen. Sie seien diejenigen, die in erster Linie von neuen Entwicklungen betroffen sind. Die jüngste Kandidatin der Freien Wähler ist 26 Jahre alt, von den 40 Kandidaten sind jedoch nur fünf unter 40. Achim Baumeister sagte: „Aber uns zeichnet aus, dass wir das Ohr am Bürger haben und seine Anliegen aufnehmen.“

Freie Wähler in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert und vernetzt

Die meisten Freien Wähler seien in den unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich engagiert und gut vernetzt, ergänzte Dagmar Hoehne. Sie will auch künftig die Finanzen im Blick behalten und verantwortlich mit dem Geld umgehen.

Letztes Kindergartenjahr soll beitragsfrei werden

Wichtig ist den Freien Wählern der soziale Bereich. So gehört zu den Zielen, das letzte Kindergartenjahr für Familien beitragsfrei zu machen. Ein breit aufgestelltes Bildungsangebot mit Grundschulen in den Teilorten gehört ebenso zu den Zielen wie die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege. „Männer sollten sich nicht rechtfertigen müssen, wenn sie die entsprechenden Zeiten in Anspruch nehmen“, sagte Hoehne. Das Klinikum sehen die Freien Wähler weiter als kommunales Krankenhaus und wollen es unterstützen. Emel Coban möchte im Gemeinderat im Sinne von sozialem Frieden und einem guten Zusammenleben Menschen anderer Kulturen eine Stimme geben.

Personennahverkehr nicht ideal und zu teuer

Auch zukunftsfähige Verkehrsverbindungen sind den Freien Wählern ein Anliegen. Oliver Haller bezeichnete den öffentlichen Personennahverkehr als nicht ideal und zu teuer. Ausbaupotenzial sieht er auch bei den Fahrradwegen. In Sachen Seewald betonen die Freien Wähler, dass sie mehr Fakten brauchen, um genau abwägen zu können. Dagmar Hoehne erläuterte: „Die Frage der Rodung lässt sich für uns nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten.“

Die Partei im Internet: http://www.freiewaehler-fn.de

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