Mehr als zwei Jahre ist es her, dass Oberbürgermeister Andreas Brand beim Neujahrsempfang in Fischbach die Fortführung des Uferwegs erneut in Aussicht stellte. Der Plan für diesen Teil der Wegstrecke steht schon lange. Nun schaut es so aus, dass der nötige Brückenschlag über die Brunnisach noch in diesem Jahr gelingen könnte, um den Uferweg am Fildenplatz fortzuführen.

Bild: Stach, Maxi

Bis dato müssen Spaziergänger die Fischerstraße hinauf bis zur Bundesstraße und entlang der B 31 gen Westen laufen, wenn sie in Richtung Immenstaad wollen. Der neue Weg wird nach Informationen des Rathauses in der Fischerstraße beim Wassersportverein (WSV) beginnen und zwischen dem Lagerplatz der Boote und einer Obstplantage zur Brunnisach weiterführen. Das Wegerecht hier hatte sich die Stadt schon vor Jahren gesichert.

Neuer Weg am Parkrand

Über den Fluss soll eine neue Brücke führen, die so breit ist, dass ein kleines Fahrzeug der städtischen Baubetriebe drüber fahren kann. Auf der anderen Seite der Brunnisach beginnt der zum ehemaligen Diakonissenheim gehörende Park, der heute im Besitz des Stiftungsunternehmens Luftschiffbau Zeppelin (LZ) ist. Der neue Weg soll am Rand des Parks bis zur Ziegelstraße gebaut werden. Theoretisch könnte man heute bereits über das WSV-Gelände und eine bestehende Brücke über die Brunnisach bis zur Ziegelstraße laufen. Doch das wollen weder der Verein noch LZ als neue Eigentümerin des Parks im Landschaftsschutzgebiet, die hier ihre Hotelpläne vorantreibt. Stattdessen soll der Brückenschlag weiter nördlich erfolgen.

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Bauzeit von vier Monaten geplant

"Aktuell arbeitet die Stadtverwaltung an der Entwurfsplanung und an den notwendigen Genehmigungen", teilt Stadtsprecherin Monika Blank auf Anfrage mit. Für das Projekt braucht es eine naturschutz- und eine wasserrechtliche Genehmigung. Zudem muss untersucht werden, welche geschützten Arten in dem Areal leben. Im Frühjahr 2019, also binnen der nächsten Wochen, könnte der Gemeinderat den Baubeschluss fassen, sobald alle Unterlagen vorliegen, so Blank.

Danach würde die Stadt die Pläne öffentlich auslegen und die Bauarbeiten ausschreiben. Als Baubeginn gibt das Rathaus voraussichtlich das vierte Quartal 2019 an. "Wir gehen von einer Bauzeit von vier Monaten aus", so Blank. Da die Bauarbeiten nicht nur vom Wetter abhängig sind, sondern auch von der – derzeit schwierigen – Verfügbarkeit von Bauunternehmen, könnte sich der Zeitplan allerdings noch einmal ändern.

Brunnisach wird nicht verlegt

Nicht zuletzt stehe die weitere Planung unter dem Vorbehalt, ob die Widerlager für die neue Brücke gebaut werden können. Neben Auflagen des Denkmalschutzes erschwere die Gewässeraufsicht die Einrichtung der Baustelle, so Blank. Zwar hat die Stadt prüfen lassen, ob zur Fortsetzung des Uferwegs gen Westen eine Verlegung der Brunnisach in Betracht kommt.

Dafür hätte man jedoch eine Reihe von Bäumen im Landschaftsschutzgebiet fällen müssen. "Eine Verlegung kommt daher nach sorgfältiger Abwägung nicht infrage", so die Stadtsprecherin. Über den aktuellen Stand habe Oberbürgermeister Brand im Februar übrigens die Fischbacher Runde bereits informiert.

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