Nachdem der Betrieb des Campingplatzes in Obersiggingen eingestellt wurde, war das Gelände verkauft worden. Der Ravensburger Architekt Philipp Grath stellte nun im Gemeinderat die Vorstellungen für eine Planung der neuen Eigentümer Betz und Weber Baupartner vor. Die Anregungen aus einer vorangegangenen Präsentation waren in die jetzt vorgestellten Grobplanungen eingearbeitet worden. „Es ist unser Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, betonte Grath zu Beginn. Gerade bei der verkehrlichen Erschließung sei mit einer Ringstraße vom Bachweg aus eine gute Lösung gefunden worden, die auch für Müllfahrzeuge und die Feuerwehr als akzeptabel bezeichnet wurde.

Insgesamt sollen 32 Wohneinheiten entstehen

Dem ansteigenden Gelände entsprechend sollen fünf eineinhalbstöckige Einfamilienhäuser, zwei Blöcke mit zweigeschossigen Reihenhäusern und ein dreigeschossiges Wohnhaus sowie drei Tiny-Häuser mit insgesamt 32 Wohneinheiten entstehen. Das bestehende Gebäude soll saniert und möglicherweise mit Ferienwohnungen genutzt werden. Ein Kinderspielplatz ist vorgesehen und ein Quartierstreffpunkt sowie eine zentrale Wärmeerzeugung über Holzhackschnitzel und selbst eine E-Landestation ist angedacht. Die Häuser sollen grundsätzlich über Satteldächer verfügen und mit Holzschalungen harmonisch der Umgebung angepasst werden.

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Offenbar Verhandlungen über Nachbargrundstück

Gemeinderat Wolfgang Rößler (FW) meinte: „Ich kann mir gut vorstellen, dass es gut wird. Überall Satteldächer und Holzverschalungen, zentrale Heizanlage, Spielplatz, Platz für Freizeitgestaltung und sogar eine E-Tankstelle.“ Für Rößler problematisch erscheint noch die Parksituation. Generell findet er die Planungen sehr gut und möchte noch wissen, ob das angrenzende Gelände – das wohl auch zum Verkauf stehe – mit einbezogen werden könnte. Hierzu konnte vom Bauträger nichts gesagt werden, da es noch Verkaufsverhandlungen gebe.

Parkplatzsituation bereitet noch Bauschmerzen

Elfriede von Ow-Haag (CDU) zeigte sich überrascht: „Die Planung gefällt mir heute besser, vor allem auch die verkehrliche Erschließung.“ Wenn die Ringstraße funktionieren würde, wäre das sehr positiv. Auch für Markus Rief (FW) ist die Planung gut: „Die Parkplatzsituation bereitet mir jedoch noch Bauchschmerzen, das klappt nur, wenn die Ringstraße frei bleibt.“ Grath erklärte, dass die Möglichkeit bestehe, pro Wohneinheit zwei Stellplätze hintereinander anzuordnen. Zum Thema Stellplätze wurde in derselben Sitzung eine Satzung für zwei Stellplätze pro Wohneinheit bei neuen Bauvorhaben auf den Weg gebracht.

Ein Vorzeigemodell für die Gemeinde möglich?

Manuel Haag (CDU) freute sich, dass viele zuvor geäußerten Einwände in die neue Planung eingearbeitet worden seien und betonte: „Das könnte ein Vorzeigemodell für die Gemeinde Deggenhausertal werden.“ Mehrere Räte appellierten, die Bauherrschaft solle die Nachbarschaft mit einbeziehen. Der Geschäftsführer von Betz und Weber Baupartner, Alexander Weber, erklärte: „Die hier erfolgten Anregungen können wir den Planern mitgeben.“

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