Der ehemalige Campingplatz in Obersiggingen kann zum Baugebiet werden. Der Gemeinderat stimmte jetzt einer entsprechenden Bauvoranfrage zu. Auf Initiative der Räte wurde in den Beschlussvorschlag der Passus aufgenommen, dass das Baurechtsamt die Erschließung des möglichen Baugebietes genau prüfen solle.

Gemeinderäte kritisieren enge Zufahrt

Mehrere Gemeinderäte hatten moniert, dass die Zufahrt zu eng sei und möglicherweise zum Teil über Privatgrund führe. Eingangs hatte Bürgermeister Fabian Meschenmoser von einem Vor-Ort-Termin mit dem Baurechtsamt, Umweltschutz-Vertretern und Forstamt berichtet: Das Baurechtsamt prüft noch, welche Bereiche der Fläche zum Innen- und welche zum Außenbereich gehören.“

15 Häuser, eventuell auch Tiny-Houses

Weiterhin werde eine Konkretisierung der Planung verlangt. Es sollen dort voraussichtlich etwa 15 Einzel- beziehungsweise Doppelhäuser entstehen oder Tiny-Houses mit geringer Wohnfläche zu günstigen Preisen.

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Erschließung über privaten Bachweg ungünstig

Vonseiten der Gemeindeverwaltung wird die Erschließung des Gebiets über einen Gemeindeweg beziehungsweise über den privaten Bachweg als eher ungünstig angesehen. Jedoch dürfte dies ausreichen, um das Grundstück rechtlich als erschlossen einzustufen.

Abstand zum Wald könnte eventuell verringert werden

Der jetzige Campingplatz grenzt im Westen an einen Wald, zu dem eine Wohnbebauung einen Abstand von 30 Metern einhalten muss. In der Stellungnahme des Forstamts heißt es: „Der Abstand könnte unter der Bedingung verringert werden, dass der Wald auf einer Tiefe von 15 bis 25 Metern dauerhaft gestuft entwickelt wird und damit eine Gefährdung durch umstürzende Bäume ausgeschlossen werden kann.“ Ob dies so umzusetzen sei, müsse jedoch durch den Naturschutz geklärt werden, da der gesamte Wald ein Biotop sei.

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Gisela Pflug hat Campingplatz aus Altersgründen aufgegeben

Das Gelände des ehemaligen Campingplatzes gehört Gisela Pflug, die es jetzt über einen Makler verkaufen lässt. „Den Campingplatz gab es jetzt 50 Jahre und ich bin in einem Alter, wo es dann doch zu viel Arbeit wird, der ich nicht mehr so gerecht werden kann, wie es sinnvoll wäre“, erklärte Gisela Pflug. Es habe ihr jedoch immer großen Spaß gemacht, den Platz zu betreiben.