Wenn man während des Trainings von Annalena und Marie Ohlsen die Halle betritt, wird schnell klar, dass Rope Skipping eine Disziplin für besonders fitte Athleten ist. Die jungen Sportlerinnen stehen in einem großen Kreis und springen geschickt und in einem irren Tempo über ihre Seile. Dabei bauen sie immer wieder kleine Figuren und Kunstsprünge ein.

Gruppe besteht aus zwölf Mädchen und Frauen

„Rope Skipping erfordert Kondition, Koordination und Konzentration“, erklärt Annalena Ohlsen. Die 22-Jährige hat schon in der Grundschule mit der Sportart begonnen. „Mit ungefähr 15 Jahren habe ich dann als Trainerin die Gruppe übernommen.“ Diese besteht aus zwölf Mädchen und Frauen zwischen fünf und 18 Jahren. Trainiert wird einmal die Woche eineinhalb Stunden.

Sport mit verschiedenen Disziplinen

Beim Rope Skipping gibt es verschiedene Disziplinen. „Im Training beginnen wir immer mit dem Single Rope“, sagt Annalena Ohlsen. Dabei hat jeder Sportler sein eigenes Seil, mit dem er springt. Es sind auch viele verschiedene Tricksprünge möglich. „Mir macht das am meisten Spaß“, erzählt die elfjährige Nathalie.

Auftritte bei Veranstaltungen und Teilnahme an Wettbewerben

Nachdem sich alle warmgesprungen haben, werden verschiedene Choreografien geübt. Marie Ohlsen trainiert die Gruppe zusammen mit ihrer Schwester Annalena. Sie erklärt: „Die Choreografien zeigen wir dann ab und an vor Publikum, wenn wir bei Veranstaltungen wie der Messe IBO auftreten.“ Ungefähr einmal im Jahr nimmt die Gruppe auch an Wettkämpfen teil, vor allem in der Speed-Disziplin. „Das bedeutet, dass in 30 Sekunden so viele Sprünge wie möglich erreicht werden sollen“, erklärt Marie Ohlsen.

Anica Nagel (links) und Marie Ohlsen springen im Wheel. Das gemeinsame Springen in zwei Seilen erfordert viel Konzentration.
Anica Nagel (links) und Marie Ohlsen springen im Wheel. Das gemeinsame Springen in zwei Seilen erfordert viel Konzentration. | Bild: Angelina Sortino

Neben dem Einzelseil gibt es weitere Disziplinen. Beim Double Dutch springen die Sportler in zwei langen dicken Seilen, die von anderen Teammitgliedern geschwungen werden. Auch hier sind verschiedene Tricksprünge möglich. Einige der Mädchen können beispielsweise ein Rad durch die Seile schlagen oder über den Rücken der Schwingenden in die Seile springen.

Beim Wheel (Rad) bilden mehrere Sportlerinnen eine Kette, indem sie je einen Griff ihres Gliederseils an den linken und rechten Nachbarn weitergeben. Auch hier sind Tricks wie Drehungen oder Platzwechsel möglich.

Regenbogen als Spektakel

Besonders spektakulär sieht der Rainbow aus. Dabei springen die Mädchen als Gruppe mit mehreren Seilen, die einen Regenbogen ergeben. Wie lange es dauert, bis Einsteiger die ersten Tricks und Choreografien beherrschen, ist sehr unterschiedlich. „Im Schnitt kann man aber nach vier Trainingseinheiten schon eine kleine Kür hinbekommen“, sagt Marie Ohlsen.

Viele Mädchen schon Jahre dabei

Viele Mädchen sind seit Jahren Teil der Gruppe, wie Emma aus Wittenhofen. Die Zehnjährige berichtet: „Am Anfang fand ich es schwer, jetzt, nach fünf Jahren, kann ich es aber schon gut. Mit der Zeit ist es dann gar nicht mehr anstrengend. Ich bin aber generell sportlich.“ Durch das lange gemeinsame Training sind die Robe-Skipping-Mädels zu einem klasse Team geworden. Laura ist seit zwei Jahren dabei: „Ich komme vor allem gern her, weil wir eine tolle Gruppe sind. Die anderen Mädchen sind alle sehr nett.“