Alle 36 Schülerinnen und Schüler der zwölften Klassen des Martin-Heidegger-Gymnasiums Meßkirch erhielten am Montagabend ihr Abiturzeugnis und sind damit gerüstet für die Zukunft.

Die Zeugnisse wurden den Abiturienten vom Schulleiter und von den Tutoren mit Abstand in Kleingruppen überreicht.
Die Zeugnisse wurden den Abiturienten vom Schulleiter und von den Tutoren mit Abstand in Kleingruppen überreicht. | Bild: Christl Eberlein

Noch vor Kurzem mussten sie damit rechnen, dass sie ihre Leistungen, die sie trotz Corona-Pandemie, Homeschooling und verschobener Prüfungen gemeistert hatten, nicht gemeinsam feiern können. Diese Befürchtung bewahrheitete sich aber nicht.

Jessica Utz sagt über die vergangenen Monate: „Es war etwas nervig, denn es hat sich wegen Corona alles so lange hingezogen.“ Doch jetzt hat sie das Abitur in der Tasche und Pläne für die Zukunft. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr möchte sie erst einmal reisen. Danach möchte sie Lehramt studieren.
Jessica Utz sagt über die vergangenen Monate: „Es war etwas nervig, denn es hat sich wegen Corona alles so lange hingezogen.“ Doch jetzt hat sie das Abitur in der Tasche und Pläne für die Zukunft. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr möchte sie erst einmal reisen. Danach möchte sie Lehramt studieren. | Bild: Christl Eberlein

Im feierlichen Rahmen, mit Abstand und abgespecktem Programm konnten die jungen Frauen und Männer in der Stadthalle von Meßkirch ihre Abiturzeugnisse entgegennehmen. Die Anzahl der Gäste war auf wenige Familienangehörige und einige Lehrkräfte beschränkt, und doch wurden die Absolventen gebührend gefeiert.

Eine eingeschränkte Anzahl an Gästen konnte in der Stadthalle Platz nehmen.
Eine eingeschränkte Anzahl an Gästen konnte in der Stadthalle Platz nehmen. | Bild: Christl Eberlein

Schulleiter Tobias Andelfinger war froh, dass er allen Schülern ein Zeugnis überreichen konnte. Es war seine erste Abschlusszeugnisübergabe als Schulleiter des Martin-Heidegger-Gymnasiums. „Einen wahrlich denkwürdigen Schlussspurt habt ihr hingelegt“, sagte er in seiner Rede.

Seit über 70 Jahren habe es keine Schulschließung mehr gegeben. Das Coronavirus habe dafür gesorgt, dass der Jahrgang 2020 bangen und warten musste auf das „endgültige Goodbye“ von der Schulzeit.

Nick Hofmann findet mit Blick auf die zurückliegende Zeit: „Unser Corona-Abitur war zwar vom Schulischen her nicht anders, aber es war etwas Besonderes, eine Herausforderung.“ Bevor er ein Studium im Bereich Maschinenbau antreten möchte, plant er, durch Europa zu reisen und Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln.
Nick Hofmann findet mit Blick auf die zurückliegende Zeit: „Unser Corona-Abitur war zwar vom Schulischen her nicht anders, aber es war etwas Besonderes, eine Herausforderung.“ Bevor er ein Studium im Bereich Maschinenbau antreten möchte, plant er, durch Europa zu reisen und Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. | Bild: Christl Eberlein

Kurze Auszeit, Ausbildung, Studium, Familie – die Pläne der Absolventen sehen unterschiedlich aus. „Selbstfindung ist gut, ist aber eine ziemliche Überforderung, gerade eine Zumutung. Setzt euch in Ruhe hin, richtet den Blick nach innen und schaut mal, wer ihr seid.“

Elf Schüler haben im Zeugnis eine 1 vor dem Komma

Diesen Rat gab Schulleiter Andelfinger den jungen Erwachsenen mit auf den Weg, bevor er die Zeugnisse in kleinen Gruppen und ohne Handschlag auf der Bühne überreichte. Neben den Abschlusszeugnissen konnten über die Hälfte der Abgänger zusätzliche Ehrungen und Preise in Empfang nehmen. Elf haben ihr Abitur mit einer Note zwischen 1,0 und 1,9 abgeschlossen.

Daniel Spieß ist Jahrgangsbester

„Der persönliche Kontakt in der Vorbereitungszeit hat gefehlt.“ – Daniel Spieß, Jahrgangsbester
„Der persönliche Kontakt in der Vorbereitungszeit hat gefehlt.“ – Daniel Spieß, Jahrgangsbester | Bild: Christl Eberlein

Allen voran Daniel Spieß, der das Martin-Heidegger-Gymnasiums als Jahrgangsbester mit der Note 1,0, dem Scheffelpreis, dem Mathematikpreis der Sparkasse, einer Empfehlung für die Studienstiftung des deutschen Volkes, dem Preis des Faches Biologie und als Fachbester mit 15 Punkten in allen Teilen des Seminarkurses verlässt. Kein Wunder, dass sein Zukunftswunsch im Bereich der Biologie liegt. Welches Fachgebiet es aber genau werden soll, dass weiß der junge Mann noch nicht.

Diese Schüler erhielten Preise und Auszeichnungen

Weitere Preise gingen an: Lea Brandt (15 Punkte im Abitur in Spanisch, Durchschnitt 1,6) , Victoria Burgart (Volksbankpreis für sportliches Engagement), Malte Lammert (Mathematikpreis der Sparkasse, Durchschnitt 1,8), David Pergande (Durchschnitt 1,4), Nicola Reichle (Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Mathematik der Sparkasse, Preis im Fach Mathematik, Durchschnitt 1,4), Sarah-Maria Riegger (Fachbeste mit 15 Punkten in allen Teilbereichen des Seminarkurses, Durchschnitt 1,4), Mara Ströhle (Mathematikpreis der Sparkasse, Fachbeste mit 15 Punkten in allen Teilbereichen des Seminarkurses, Durchschnitt 1,5), Christian Ültzhöfer (Buchpreis und einjährige Mitgliedschaft in der deutschen physikalischen Gesellschaft, Fachbester im Fach Mathematik, Mathematikpreis der Sparkasse, Durchschnitt 1,6), Leonardo Weigele (Mathematikpreis der Sparkasse, Durchschnitt 1,8), Tarek Zwick (Mitgliedschaft in der deutschen physikalischen Gesellschaft für sehr gute Leistungen im Fach, 15 Punkte im schriftlichen Abitur Mathematik, 15 Punkte im schriftlichen Abitur Physik, Mathematikpreis der Sparkasse, Durchschnitt 1,5), Benita Knoblauch (Durchschnitt 1,7), Aileen Beck (Preis der Schülermitverantwortung SMV), Anja Sieger (Preis des Fördervereins).

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