Die Beschränkungen der Bundesnotbremse werden ab Samstag, 0 Uhr im Landkreis Sigmaringen außer Kraft gesetzt. Am heutigen Donnerstag hat das Gesundheitsamt Sigmaringenamtlich festgestellt, dass die 7-Tage-Inzidenz fünf Werktage in Folge unter 100 lag. Somit können die Einschränkungen der Bundesnotbremse am übernächsten Tag, also dem Samstag, zurückgenommen werden.

Welche Auswirkungen hat dies auf die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen?

Ab Samstag 0 Uhr gibt es viele Lockerungen. Die Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr fällt weg. Die Kontaktbeschränkungen entfallen allerdings nicht. Weiterhin dürfen sich nur fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Genesene oder vollständig geimpfte Personen werden aber nicht mitgezählt. Es können sich also auch acht Personen treffen, wenn drei Personen vollstänig geimpft oder genesen sind.

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Was darf am Samstag alles öffnen?

Öffnen dürfen die Innen- und Außengastronomie sowie Kantinen, Beherbergungsbetriebe, Bibliotheken und Museen. Außenbereiche von Bädern, Freibäder und Badeseen und Freizeiteinrichtungen im Freien können ebenfalls öffnen. In allen Einrichtungen muss Maske getragen und müssen die Kontaktdaten übermittelt werden. Die Personenzahl wird beschränkt sein, so dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Der Zutritt ist nur für Personen mit einem Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis möglich. Kontaktarmer Sport im Freien ist wieder in Gruppen von bis zu 20 Personen möglich. Beispielsweise können Fußballmannschaften wieder ihr Training aufnehmen. Zu Sport- und Kulturveranstaltungen im Freien können bis zu 100 Personen kommen, informiert die Behörde.

Testpflicht beim Friseur entfällt weitgehend

Der Friseurbesuch wird wieder einfacher: Es sind medizinische Masken während des gesamten Aufenthalts im Friseurladen zu tragen und damit wieder OP-Masken zulässig. Ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest ist nur noch erforderlich, wenn die Maske während der Dienstleistung, z.B. bei einer Rasur abgenommen werden muss.

Mehr Kunden im Einzelhandel möglich

Für den Einzelhandel sieht der Stufenplan eine Modifikation der bisherigen Regelungen aus der Corona-Verordnung vor. Im Rahmen von Click & Meet können statt einem Kunden pro 40 Quadratmeter zwei getestete (bzw. geimpfte oder genesene) Kunden ohne vorherige Terminbuchung zugelassen werden. Die Testpflicht gilt nach wie vor.

Wann macht der Einzelhandel wieder ganz auf?

Sinkt die Inzidenz in den kommenden 14 Tagen weiter, kann die Öffnungsstufe 2 in Kraft treten. Dann gibt es Lockerungen insbesondere bei Kulturveranstaltungen in Innenräumen sowie größere Veranstaltungen im Freien. Schwimmbäder und Fitnessstudios dürfen dann wieder öffnen. In der Öffnungsstufe 3, die nach weiteren 14 Tagen mit sinkender Inzidenz in Kraft tritt, können mehr Personen zugelassen werden. Erst wenn die Inzidenz stabil unter 50 sinkt, sind etwa wieder Treffen mit bis zu zehn Personen aus drei Haushalten oder eine vollständige Öffnung des Einzelhandels möglich, dann würde auch die Testpflicht entfallen.

Wann würde die Bundesnotbremse wieder in Kraft treten?

Steigt die Inzidenz 3 Tage über 100, tritt die Bundesnotbremse wieder in Kraft und Lockerungen müssen zurückgenommen werden. Die Öffnungsschritte der Corona-Verordnung gelten in allen Kreisen gleichermaßen. Dies bedeutet, der Landkreis kann keinen Einfluss auf Öffnungen nehmen, alle Maßnahmen sind für alle Landkreise in Baden-Württemberg durch das Land gesetzlich vorgegeben.

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Kann ich jetzt in Urlaub fahren?

Prinzipiell ja. Allerdings gilt in einigen Landkreisen im Bundesgebiet noch die Bundesnotbremse. Im Ausland hat fast jedes Land andere Regeln. Einen guten Überblick bietet die App reopen EU oder die Homepage www.reopen.europa.eu.

Infektionen gibt es weiter: Schulen, Arbeitsplätze und Kitas betroffen

Das Infektionsgeschehen im Landkreis beruhigt sich weiter, auch wenn es noch über den gesamten Landkreis und viele Lebensbereiche verbreitet ist. Nach wie vor werden Infektionen auch bei Tests auf der Arbeit, in den Schulen oder in Kitas entdeckt. Die gut etablierten Hygiene- und Testkonzepte helfen aber, dass oft nur wenige oder gar keine beruflichen oder schulischen engen Kontakte und damit Infektionsrisiken entstehen. Ansteckungen im Familien- oder Freundeskreis sind aber weiterhin zu beobachten.