Ohne Eintrittskarten geht in der Kirche in diesen Tagen nichts. Wer zu einer der drei Nikolausandachten kommen wollte, musste an den Tagen zuvor eine Eintrittskarte abholen.

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Damit junge Familien sich nicht nur auf die Andacht am Sonntagabend konzentrieren, bei der sonst der Nikolaus kleine Geschenke für die Kinder verteilte, ließ die Pfarrei den Nikolaus an gleich allen drei Andachten auftreten. Er verteilte keine gebackenen Klausenmänner, sondern einzeln verpackte Schokonikoläuse – das ist hygienischer.

Hochamt gleich zweimal

In doppelter Ausführung feierte die katholische Kirchengemeinde am Sonntag das Hochamt zu Patrozinium, um 8.30 Uhr und um 10.30 Uhr. In normalen Jahren ist das Münster zu diesem Anlass nahezu gefüllt, deshalb auch hier zwei Angebote, damit sich die Besucher besser verteilen konnten.

Weniger Stimmen, aber trotzdem raumfüllend

Diese kommen vor allem, um der Musik des Münsterchors und der Solisten zu lauschen. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektorin Melanie Jäger-Waldau und Martin Weber an der Orgel waren diesmal zwar nur ein Vokalensemble mit Solisten zu hören – dies aber nicht weniger raumfüllend im Klang. Das lag auch daran, dass die Musikerinnen und Musiker in größerem Abstand zueinander saßen und somit trotz geringerer Personalstärke die Empore füllten.

„Kein blinder Glauben“

In seiner Predigt sagte Pfarrer Bernd Walter, es sei „eine Herausforderung, an einen Gott zu glauben, den man nicht sieht“. Ein „blinder Glaube“ sei von niemandem gefordert, jeder Mensch benötige etwas „Verlässliches“. Die historische Figur des Bischofs von Myra mache Mut, sich auf den Glauben einzulassen, der Menschen zum Guten verändern könne. Wie ein Kind die Schuhe vor die Türe zu stellen und „Gott die Führung überlassen“, dazu sei jeder eingeladen, sagte Walter.

Übertragung im Radio

Wer keine Eintrittskarte mehr ergattern konnte, wurde auf den privaten katholischen Radiosender „Horeb“ verwiesen, der an diesem Wochenende mit seinem Übertragungswagen Station in Überlingen macht. Wie Bernd Walter ankündigte, wird die Gemeinde fortan öfter für eine Übertragung ins Internet sorgen. Münstermesner Markus Korn installierte als eine seiner letzten Amtshandlungen, bevor er seine neue Arbeitsstelle antritt, eine Webcam im Münster, über die Besucher erreicht werden, die sich wegen Corona nicht mehr in Münster trauen, oder die keine Eintrittskarte mehr ergattern konnten.

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Für Weihnachten plant die Pfarrei ebenfalls zusätzliche Angebote im Münster, beschränkt jeweils auf 180 Besucher. Die Eintrittskarten hierfür werden kostenlos ab Montag, 21. Dezember, 8 Uhr, im Münster ausgegeben.

Termine für Weihnachten

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