Vor 18 Jahren haben die Folgen des Flugzeugabsturzes die ganze Region in Atem gehalten. Für mehrere Wochen war nichts mehr wie zuvor und Überlingen stand im Zentrum des internationalen Medieninteresses. Manche Einsatzkräfte und Helfer, die das Unglück hautnah erlebten, wurden dauerhaft aus der Bahn geworfen. Welches Glück die Menschen in Überlingen dennoch insgesamt hatten, daran erinnerte auch nach 18 Jahren der Verein Brücke nach Ufa mit einer Gedenkfeier bei Brachenreuthe.

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Rund zwei Dutzend Teilnehmer bei Gedenkfeier

Rund zwei Dutzend Teilnehmer waren gekommen, die damals auf irgendeine Weise involviert gewesen waren. Unter ihnen waren der damalige Überlinger Oberbürgermeister Volkmar Weber sowie die früheren Bürgermeister von Owingen, Günther Former, und Frickingen, Joachim Böttinger. In der Sitzung des Gemeinderats erinnerte Dirk Diestel, der damals als Fotograf vor Ort war, an den Jahrestag des Absturzes und die Gedenkfeier. Auch die Stadtverwaltung habe eine Einladung bekommen, erklärte Oberbürgermeister Jan Zeitler und entschuldigte sich, da er als Stadtoberhaupt hier gefordert sei.

Irina Petschalina (links) und Katharina Dahlinger vom Freundeskreis Brücke nach Ufa verlasen wie immer alle Namen der Opfer.
Irina Petschalina (links) und Katharina Dahlinger vom Freundeskreis Brücke nach Ufa verlasen wie immer alle Namen der Opfer. | Bild: privat

Auch des getöteten Fluglotsen wird gedacht

Wie in den vergangenen Jahren begleitete Jens Eloas Lachenmayr mit Gitarre, Gesang und einigen einfühlsamen Liedern die Gedenkstunde. Schon zum Ritual gehört es, dass Katharina Dahlinger und Irina Petschalina vom Freundeskreis Brücke nach Ufa in diesem Rahmen die Namen aller Opfer aus Baschkortostan, Weißrussland und Belgien verlesen. Nicht nur die der 71 Absturzopfer, unter ihnen 45 baschkirische Kinder. Stets wird mit dem 72. Namen des dänischen Fluglotsen gedacht, der gut eineinhalb Jahre nach der Katastrophe von einem Hinterbliebenen in einer Verzweiflungstat getötet worden war.

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