Es war eine Aktion der SMV, die aus Sorge um den Krieg in der Ukraine einen Farbklecks auf dem Pausenhof des Gymnasiums geschaffen hat. Den Schülerinnen und Schülern ist es ein Bedürfnis, ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen. „Ich finde es gut, weil ich so meine Solidarität zeigen kann“, sagte Letizia Lay. Nicolas Bruns (beide Klasse 10a) sagte: „Es hilft auch mir, etwas zu tun in dieser Situation der Hilflosigkeit.“

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Schülersprecher Jacob Schupp erklärte, dass sie einen Rahmen schaffen wollten, in dem sich jeder beteiligen kann. Dafür findet nun regelmäßig ein Sponsorenlauf statt.

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Die stellvertretende Schülersprecherin, Fabienne Nothnagel, setzt auf Kontinuität. Deshalb, so betont sie, finde der Sponsorenlauf bis auf Weiteres nun jeden Samstag statt.

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Jeweils um 9 Uhr, so der Plan, laufen die Kinder und Jugendlichen ab ihrer Haustüre fünf Kilometer, und sie lassen sich die geleistete Strecke über einen zuvor vereinbarten Betrag von Sponsoren honorieren.

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Das Geld kommt Kriegsopfern zugute, entweder zur Unterstützung von Flüchtlingen, die nach Überlingen kommen, oder es wird an eine mit dem Spendensiegel ausgewiesene Hilfsorganisationen weitergereicht.

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Offizieller Start des Sponsorenlaufs war am Freitag während einer großen Pause. Die Pause geriet zu einem bunten Statement für den Frieden, bei dem eine Schweigeminute eingelegt wurde, bei dem es aber auch fröhlich zugehen durfte, und bei dem über Lautsprecher „99 Luftballons“ von Nena lief.

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Das Schulhaus wurde geschmückt mit den Flaggen jener Nationen, aus denen die Gymnasiasten stammen. Schulleiter Hans Weber gibt die Zahl der Herkunftsländer mit rund 30 an. Und so wehten zahlreiche Fahnen im Wind, als Zeichen der Völkerverständigung.

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Die SMV legte Steine bereit, die mit Symbolen und guten Wünschen bemalt und betextet werden konnten. Außerdem ließen die Gymnasiasten Luftballons in den Himmel steigen, mit guten Wünsche, die möglichst weit in die Welt hinausgetragen werden sollten. Fünftklässler texteten: „Liebe Menschen in der Ukraine, wir wünschen Euch von ganzem Herzen Frieden. Wir werden morgen für euch laufen.“

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Der Sponsorenlauf steht unter dem Motto „Run for peace“, Laufen für den Frieden. Zehntklässler machten den Anfang. Mit wehenden Peace-Fahnen joggten sie durch die Stadt. „Friedenssymbole mitzutragen ist eine gute Idee“, findet Alisa Babina. „Dadurch wurden wir als Gemeinschaft wahrgenommen.“

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Am Rathaus angekommen, wurde ihnen zugejubelt. „Das hat sich gut angefühlt“, fand Ben Beck. Die, die dort jubelten, waren Akteure einer parallel stattfindenden Aktion für den Frieden. Als da waren: Mitarbeiter der Stadtgärtnerei, der Landesgartenschau GmbH, Ehrenamtliche in Pink, Kirchenvertreter, Vertreter des Aktionsbündnisses ÜB hilft, sowie Gärtnereibetriebe.

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Als gemeinsames Zeichen für den Frieden bepflanzten sie am vergangenen Mittwoch Blumenbeete in den Landesfarben der Ukraine, die nun rund ums Münster und in der Münsterstraße aufgestellt werden. Wie LGS-Geschäftsführer Roland Leitner sagte, diene die Aktion auch dazu, dem Aktionsbündnis ÜB hilft mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

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Die Vertreter der Kirche sprachen bei der Zusammenkunft am Münsterportal ein Gebet: für Weitsicht der verantwortlichen Politiker, für Unterstützung der Kriegsopfer, für Umkehr der Unterdrücker, gegen Angstmacherei in den Medien. Und für Einsicht in die Zusammenhänge, dass jeder mitwirken könne an Lösungen zum Frieden.

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Dritte im Bunde, die an diesem Freitagmorgen ebenfalls ein Zeichen für den Frieden setzten, waren die Akteurinnen von Frauenbund und närrischem Frauenkaffee. Sie bepflanzten, zugunsten der Ukrainehilfe, Blumentöpfchen mit blauen Vergissmeinnicht und gelben Osterglocken.

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