Nachdem rund 50 Prozent des Bauvolumens für das neue Sportzentrum vergeben sind, liegen die Kosten für das auf rund 22 Millionen Euro kalkulierte Vorhaben aktuell rund 1,9 Millionen Euro über den Berechnungen.

Eröffnung im September 2020

Dennoch zeigte sich ProjektsteuererPhilipp Ratajczak von Hitzler-Ingenieure noch zuversichtlich, die Mehrkosten an anderer Stelle ausgleichen zu können. Trotz einiger Komplikationen bei den Erdbauarbeiten stehe indes dem Termin für eine "Nutzungsaufnahme" am 14. September 2020 aus aktueller Sicht nichts entgegen, betonte Ratajczak.

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Große Unterschiede zeigten sich bei den vier Gewerken, die der Gemeinderat jetzt zu vergeben hatte. So lagen die Zimmererarbeiten mit dem wirtschaftlichsten Ausschreibungsergebnis von 1,33 Millionen Euro um 378 764 Euro, also rund 39 Prozent, über der Kostenberechnung und der Fassadenbau mit 1,02 Millionen Euro um 307 000 Euro (43 Prozent) darüber.

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Nicht ausgeglichen werden diese Mehrkosten durch eine mit 815 439 Euro um fast 325 000 Euro günstigere Auftragsvergabe für die Fenster und Außentüren (minus 40 Prozent). Nahezu eine Punktlandung schafften die Planer beim Gewerk für die Dachabdichtung und Klempnerarbeiten für die das wirtschaftlichste Angebot mit 562 943 Euro um 9030 Euro (minus 1,6 Prozent) günstiger ausfiel.

Wege zur Kostenoptimierung

Vor allem die deutlichen Abweichungen nach oben führen die Planer insbesondere "auf die aktuelle Marktlage und die sehr hohen Auslastungen der Firmen" zurück. "Wir nehmen dieses Thema sehr intensiv unter die Lupe", betonte der Projektsteuerer. Günstigere Preise seien auch bei erneuter Ausschreibung nicht zu erwarten.

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"Es wird angestrebt, die Mehrkosten mittels Einsparungen an anderen Gewerken zu kompensieren", erklärte Ratajczak. Auch werde man mit den beauftragten Firmen noch Wege zur Kostenoptimierung suchen. Die "überhitzte Konjunktur" könne doch nicht zum Dauerargument werden, monierte Stadtrat Reinhard Weigelt (FDP) die starken Abweichungen. Oft würden von den überlasteten Firmen aus Bequemlichkeit nur "spekulative Preise" abgegeben, hielt ProjektsteuererPhilipp Ratajczak entgegen.

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