Es sind tumultartige Szenen, die sich am Freitagabend, gegen 23 Uhr, am Zentralen Omnibusparkplatz (ZOB) an der Wiestorstraße abspielen. Eine Gruppe von etwa 30 Jugendlichen gerät in Streit und geht aufeinander los. Dabei gehen einzelne Beteiligte auch auf einen unbeteiligten Jugendlichen, der auf einer Bank in der Nähe sitzt, los und schlagen und treten auf ihn ein. Andere Mitglieder der Gruppe halten ein vorbeifahrendes Auto an und treten auf die Beifahrertür ein. Der Grund für die Auseinandersetzung? Bislang unklar, schreiben die Polizei und die Staatsanwaltschaft Konstanz in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Fest stehe bislang nur, dass sich eine Gruppe von 50 bis 60 Jugendlichen über den Kurznachrichtendienst WhatsApp über das Smartphone verabredet hatten, um gemeinsam im Stadtgarten zu feiern. Nach Ende des Treffens um 22 Uhr zogen rund 30 von den Jugendlichen Richtung Busbahnhof. Innerhalb dieser Gruppe kam es zur beschriebenen Massenschlägerei.

Als die alarmierte Polizei am ZOB eintraf, trennte sich ein Teil der Gruppe und flüchtete in Richtung Feuerwehr. Dort trafen sie auf einen 19-Jährigen und einem 18-Jährigen, die nach Erkenntnissen der Polizei unbeteiligt waren, attackierten sie und verwendeten dabei auch Pfefferspray. Hierbei fielen zwei Jugendliche besonders negativ auf.

In der Spitalgasse attackierten zwei Jugendliche einen 22-Jährigen mit einem Messer. Das Opfer musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Bild: Martin Deck
In der Spitalgasse attackierten zwei Jugendliche einen 22-Jährigen mit einem Messer. Das Opfer musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Bild: Martin Deck

Diese beiden, so vermuten Polizei und Staatsanwaltschaft, trafen wenig später in der Spitalgasse auf einen 22-Jährigen und gerieten mit diesem ebenfalls in Streit. Dabei zückte einer der beiden Jugendlichen ein Messer und verletzte den 22-Jährigen mit einem Stich.

Der Mann musste im Krankenhaus ärztlich versorgt werden, heißt es im Polizeibericht. Wie schwer die Verletzung war, konnte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage nicht mitteilen. Auch über die Herkunft der Täter und die Zusammensetzung der Gruppe am ZOB wollte der leitende Oberstaatsanwalt Johannes-Georg Roth keine Auskunft geben.

Im Rahmen der Fahndung konnten die beiden Tatverdächtigen vorläufig festgenommen und die mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt werden. Gegen die Personen wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. „Bis man bei 30 Personen, die so aggressiv auftreten, den ganzen Vorfall ermittelt hat, kann es noch eine Zeit lang dauern“, sagt Oberstaatsanwalt Roth.

Die Polizei bittet daher Zeugen, die Angaben zu den Vorfällen am ZOB, bei der Feuerwehr und der Spitalgasse machen können, sich beim Revier Überlingen zu melden: Telefon 07551/8040.

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