Überlingen (bc) Eine positive Bilanz hat der Überlinger Freundeskreis "Brücke nach Ufa" im Rahmen seiner Hauptversammlung gezogen. Turnusmäßig standen Vorstandswahlen an. Jeweils einstimmig wurden Jürgen Rädler (Vorsitzender), Nadja Wintermeyer (Stellvertreterin), Irina Petschalina (Kassiererin) und Andreas Martin (Schriftführer) für eine weitere Amtszeit in ihren Ämtern bestätigt.

Der Verein ist einige Monate nach dem verheerenden Flugzeugunglück über Owingen gegründet worden, bei dem am 1. Juli 2002 in elf Kilometern Höhe eine Frachtmaschine mit einer Maschine der Bashkirian Airlines zusammenstieß und 71 Todesopfer forderte, davon 49 Kinder. Seitdem kümmert sich der Verein um die Völkerverständigung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Förderation, wobei der Schwerpunkt der Arbeit in der Beziehung und Verständigung zwischen Baden-Württemberg und Baschkortostan liegt. Die fördernde Tätigkeit richtet sich insbesondere auf Jugend- und Kulturprojekte sowie den Erhalt und den Aufbau freundschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

So sei beispielsweise im Oktober 2015 ein trinationaler Schüleraustausch mit Schülern aus Ufa (Russland), Masasi (Tansania) und dem Hild-Gymnasium Pforzheim organisiert worden, erläuterte Vorsitzender Rädler. Im kulturellen Bereich habe es eine Aufführung des Dokumentarfilms "Wir sind ein Gespräch" mit anschließender Diskussion gegeben, erzählte Rädler. Zudem fand in Brachenreute eine Fotoausstellung der baschkirischen Künstlerin Leisen Murtazina mit dem Titel "Die anmutige Kraft Baschkortostans" statt.

Bezeichnend ist auch das Engagement des Vereins für den Aufbau von Webstühlen in Salavat/Baschkortostan, welche die Camphill-Lebensgemeinschaft Lehenhof (Deggenhausertal) zur Verfügung gestellt hatte. Sie dienen der Inklusion von Menschen mit Assistenzbedarf.

Informationen im Internet: www.bruecke-nach-ufa.de