Die Fertigstellung und damit die Belegung der Anschlussunterkunft (AU) für Flüchtlinge am Schättlisberg verzögert sich weiter. „Trotz bereits mehrfach verschobenem Abnahmetermin konnte die AU Schättlisberg auch am 14. Januar 2020 nicht baurechtlich mängelfrei abgenommen werden“, teilt die Pressestelle der Stadt auf SÜDKURIER-Anfrage mit.

Bislang kein neuer Termin

„Die extern beauftragten Firmen waren seit August 2019, trotz intensiver Forderungen der Verwaltung und mehrfach gesetzten Abnahmeterminen, nicht in der Lage, die vertraglich geschuldeten Leistungen mängelfrei zu erbringen“, heißt es weiter. Einen neuen Termin nannte die Verwaltung nicht.

Beschluss zum Bau fiel 2016

Damit geht eine Serie von Verschiebungen in die nächste Runde. Im April 2016 beschloss der Gemeinderat, eine temporäre Anschlussunterkunft für Flüchtlinge auf dem Schättlisberg zu errichten. Wie alle Kommunen bekommt Überlingen jedes Jahr ein Kontingent von geflüchteten Menschen zugewiesen, für deren Unterbringung die Stadt sorgen muss. Da der Wohnungsmarkt mehr als angespannt ist, musste eine Alternative her. Es folgten Einsprüche und damit die ersten Verzögerungen.

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Holzelemente treffen verspätet ein

Im Juni 2019 wurde dann mit der Aufstellung des ersten Bauabschnitts der Holz-Modulwohnanlage begonnen. Damals rechnete man mit einem Einzugstermin der ersten Bewohner im September. Daraus wurde nichts, denn zu dem Zeitpunkt trafen erst die Holzelemente ein.

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Genehmigungszeitraum verkürzt sich

Seitdem werden immer wieder neue Zeitfenster für die Fertigstellung genannt. Damit verkürzt sich die Zeit, in der geflüchtete Menschen dort leben können, denn die Anschlussunterbringung ist nur für einen Zeitraum von zehn Jahren seit Erteilung des Vorbescheids im Juli 2017 genehmigt. Danach muss die Anlage zurückgebaut und an einem anderen Standort wieder errichtet werden.

41 Menschen sollen einziehen

Laut einer Veröffentlichung im Dezember sollen 41 Menschen in die AU einziehen. Die Hälfte von ihnen stammt aus Nigeria, die anderen kommen aus Afghanistan, Syrien und Pakistan. Es handele sich um Familien sowie alleinstehende Männer, die zum größten Teil einer Arbeit nachgehen.