Wenn es nach Siegfried Hanßler gegangen wäre, würde der Ortvorsteher in Lippertsreute immer noch Gottfried Mayer heißen. Der wollte aber nach zehn Jahren im Amt nicht mehr antreten. Jetzt ist der langjährige Stellvertreter sein Nachfolger.

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Siegfried Hanßler ist 62 Jahre alt und als gelernter Kaufmann in einem Überlinger Unternehmen als Gebietsleiter im Außendienst tätig. Mit seiner Frau zog der gebürtige Pfullendorfer vor 30 Jahren nach Lippertsreute, wo auch die beiden Söhne zur Welt kamen.

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Er ist ein bisschen stolz darauf, der erste „neigschmeckte“ Ortsvorsteher zu sein, also der erste nicht im Dorf gebürtige. Er freut sich, mit einem verjüngten Team die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen zu können. Seine beiden Stellvertreter sind Juri Starosta, der mit den meisten Stimmen gewählt wurde, und Andreas Keller.

Vorgänge dauern ihm oft zu lange

„Ich bin kein Verwaltungsmensch, eher ein Macher“, stellt Hanßler klar. Die Vorgänge in der Verwaltung dauern ihm oft zu lange. „Ich finde, man muss manchmal einfach den gesunden Menschenverstand nutzen, dann finden sich auch Lösungen.“

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Zum Beispiel für den Ausbau der Grundschule zur Ganztagsschule. „Wir sind ja alle froh, dass wir eine neue Leiterin haben und das Modell funktioniert“, sagt er. Jetzt gehe es darum, eine Küche für das Mittagessen einzurichten. Platz sei in der Schule vorhanden, aber der würde seit Jahren von Vereinen des Ortes genutzt, wo es kaum Ausweichmöglichkeiten gäbe. Er will die Leute zusammenbringen und gemeinsam nach Lösungen suchen. „Wenn alle etwas abgeben, dann geht das.“

Grundstücke für neue Wohnbebauung

Damit sich Familien ansiedeln können und künftig genug Kinder für die eigene Schule in Lippertsreute wohnen, will Henßler sich um Grundstücke für eine neue Wohnbebauung kümmern. Die vorhandenen Flächen seien fast alle im Privatbesitz. Er wolle sehen, was sich da machen ließe, auch durch Ankäufe und neue Konzepte, die vor allem den Lippertsreutern zugutekommen sollen. „Ich will die nächste Generation im Dorf halten.“

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Für die Landesgartenschau (LGS) im nächsten Jahr sieht er das Dorf gut aufgestellt, dank seines Vorgängers. Die Wanderwege hätten sie gerade ausgebaut und einen Themenwanderweg neu eingerichtet. Ein Obstgarten mit verschiedenen Apfelsorten soll wieder aktiviert werden. „Wir haben viele Ideen, wir machen was.“

Lob für ein reges Vereinsleben im Dorf

Siegfried Henßler lobt das rege Vereinsleben im Dorf und freut sich darüber, dass es viele engagierte Leute gebe. Das neue Amt geht er mit Volldampf an: „Ich bin motiviert. Was ich mache, mache ich richtig!“