Überlingen – Bürgermeister Matthias Längin kündigte gegenüber Dirk Diestel an, Anfragen von Bürgern, die über die BÜB+ an ihn gerichtet werden, künftig nicht mehr zu beantworten. Stattdessen sollten die Bürger direkt auf ihn zukommen, so Längin in einer E-Mail an Diestel.

Dirk Diestel, Sprecher der Bürgerinitiative BÜB+, die für den Gemeinderat 2019 kandidieren möchte.
Dirk Diestel, Sprecher der Bürgerinitiative BÜB+, die für den Gemeinderat 2019 kandidieren möchte. | Bild: Hilser, Stefan

Diestel hatte am 20. Juli an Grünflächenamtschef Rolf Geiger eine Reihe von Fragen geschickt zu einer, nach Diestels Worten, "ungeklärten Baumfällung" im Bereich Hildegardring. Er verwies darauf, dass er von einer Bürgerin auf das Thema angesprochen worden sei, sie aber anonym bleiben wolle. "Deshalb haben wir für sie diese Anfrage übernommen", so Diestel an Geiger.

Die Anfrage Diestels an Geiger beantwortete Längin. Und zwar mit diesen Worten: "Da die BÜB+ kein kommunalpolitisches Mandat hat, werden in Zukunft solche Anfragen nicht mehr beantwortet."

In seiner Re-Mail an Längin stellte Diestel wiederum fest, dass Längin ab Mai 2019 damit rechnen müsse, dass die BÜB+ in den Gemeinderat gewählt wird und demzufolge dann ein politisches Mandat besitzt. Bis dahin würden sich andere Wege der Kommunikation ergeben, unter anderem über die Bürgerfragestunde im Gemeinderat. Außerdem, so Diestel, "erzeugen unbeantwortete Fragen möglicherweise Misstrauen und gegebenenfalls umfangreiche Nachfragen."

Das könnte Sie auch interessieren