Eine Kombination aus Historie und Moderne: So lässt sich das frisch sanierte und teilweise umgebaute Rathaus am besten beschreiben. Seit ein paar Wochen können die Bürger das Haus wieder betreten. Rund drei Jahre mussten sie sich zur Burkhard-von-Hohenfelsschule begeben, wenn sie persönliche und gemeindliche Anliegen vorbringen wollten, da das Rathausteam hier provisorisch untergebracht war. Seit der Sanierung sind jedoch viele Dinge nicht mehr so, wie es die Einwohner gewohnt waren – vieles hat sich zum Positiven geändert.

Zugang nur noch über die Südseite

Der Eingangsbereich des Sipplinger Rathauses befindet sich jetzt auf der seewärts gelegen Seite (rechts). Die Freianlagen sollen in Kürze fertig sein.
Der Eingangsbereich des Sipplinger Rathauses befindet sich jetzt auf der seewärts gelegen Seite (rechts). Die Freianlagen sollen in Kürze fertig sein. | Bild: Kleinstück, Holger

Auffällig ist, dass der Zugang in das Rathaus jetzt nur noch über die Südseite, das heißt über die Seeseite, möglich ist. Der bisherige Eingang über die historische Holztreppe an der Nordseite dient als Notausgang sowie als Plattform für repräsentative Anlässe auf dem Rathausplatz, wie beispielsweise dem großen Zapfenstreich der Bürgermiliz. Wie Bürgermeister Oliver Gortat mitteilte, wurden bei allen besucherintensiven Büros im Erdgeschoss grundsätzlich Glaselemente im Bereich der Zugänge eingebaut. „Dies führt zu einer freundlich-transparenten und grazil-eleganten Anmutung“, so der Bürgermeister. „Zudem soll dies auch als Signal nach außen gedeutet werden, dass Offenheit und Transparenz in meiner Verwaltung wortwörtlich gelebt wird.“ Ein freundliches Büroambiente trägt nach seiner Einschätzung dazu bei, dass sich die Bürger während ihrer Amtsgänge wohl fühlen.

Der bisherige Eingang über die historische Holztreppe an der Nordseite dient künftig als Notausgang und wird nur nach für repräsentative Anlässe auf dem Rathausplatz genutzt, wie beispielsweise dem großen Zapfenstreich der Bürgermiliz.
Der bisherige Eingang über die historische Holztreppe an der Nordseite dient künftig als Notausgang und wird nur nach für repräsentative Anlässe auf dem Rathausplatz genutzt, wie beispielsweise dem großen Zapfenstreich der Bürgermiliz. | Bild: Kleinstück, Holger

Außenanlage noch nicht fertig

Im Erdgeschoss, dem Bereich der ehemaligen Arztpraxis, wurden in mehreren Abschnitten insbesondere alte, fast vollständig zerstörte Eichenbalken erneuert. Hier sind der Empfangsbereich mit Bürgerbüro, Ordnungsamt, Gemeindekasse und Kämmererbüro sowie barrierefreiem WC und der Aufzug zum Obergeschoss entstanden. Zweifelsohne von Vorteil für alle ist, dass sich alle besucherintensiven Bereiche hier auf einer Ebene befinden.

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Großen Wert ist auf einen barrierefreien Zugang zum Rathaus gelegt worden, der nach Fertigstellung der Außenanlagen nutzbar sein wird. Erdgeschoss und Obergeschoss sind nun durch Einbau eines Aufzuges ebenso barrierefrei zugänglich. Somit besteht jetzt auch ein rollstuhlgerechter Zugang in den Bürgersaal, dem Herz des Rathauses, in dem die Gemeinderatssitzung wieder stattfinden werden, wenn die Corona-Krise vorbei ist.

Aufzug wurde eingebaut

Ganz neu ist ein Fahrstuhl: Somit besteht jetzt auch ein barrierefreier Zugang in den Bürgersaal.
Ganz neu ist ein Fahrstuhl: Somit besteht jetzt auch ein barrierefreier Zugang in den Bürgersaal. | Bild: Kleinstück, Holger

Kürzere Wege für die Bürger

Wie Bürgermeister Gortat erläutert, wurden im Zuge der Neustrukturierung der Verwaltung viele für die Bürger relevanten Anliegen an die Bereiche Bürgerservices und Ordnungsamt angegliedert. „Somit bedeutet dies auch kürzere Wege für unsere Bürgerinnen und Bürger, da in vielen Fällen der Gang zu unterschiedlichen Ansprechpartnern erspart bleibt“, sagt der Rathauschef. Sobald die Sitzungen des Gemeinderates wieder im Bürgersaal abgehalten werden können, werden die Debatten aufgrund einer Diskussionsanlage mit Lautsprechern für die Besucher akustisch besser zu hören sein. Eine größer Bildschirm wird auch die Präsentationen in den Sitzungen besser lesbar machen.

Zeitgemäße und moderne Möbel

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Und Vorteile gibt es auch für die Mitarbeiter des Hauses: So sind alle Bildschirmarbeitsplätze mit zeitgemäßen und modernen Möbeln ausgestattet worden, die ausreichend Raum für wechselnde Arbeitshaltungen vorsehen. So ermöglicht laut Gortat beispielsweise die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit einem elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch, der es ermöglicht im Sitzen oder im Stehen zu arbeiten, einen Haltungswechsel, was der Gesundheit der Rathausmitarbeiter zugutekommt. Gortat: „Ein ergonomischer Arbeitsplatz muss heutzutage Standard sein – denn nur gesunde und motivierte Mitarbeiter sind auch leistungsfähig.“

Bürgermeister Oliver Gortat in seinem neuen Büro mit höhenverstellbaren Tisch.
Bürgermeister Oliver Gortat in seinem neuen Büro mit höhenverstellbaren Tisch. | Bild: Kleinstück, Holger

Aufgrund der aktuell steigenden Corona-Fallzahlen ist für die Bürger ab Donnerstag, 5. November, eine Terminvereinbarung mit dem jeweiligen Ansprechpartner der Gemeindeverwaltung erforderlich.